23:58 01 Juni 2020
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    Russland ist laut Verteidigungsminister Sergej Schoigu bereit, mit den Nato-Staaten zusammenzuarbeiten. Allerdings degradieren ihm zufolge die Beziehungen mit der Nato von Jahr zu Jahr.

    „Noch vor fünf Jahren haben wir eine durchaus aktive Zusammenarbeit mit Brüssel gehabt…. Es schien uns, dass wir Varianten und Möglichkeiten haben, bei der Umsetzung (von Vereinbarungen – Anm. d. Red.) noch weiter voranzuschreiten“, sagte Schoigu am Sonntag gegenüber dem TV-Sender „Rossija 1“.  

    Wie Schoigu weiter betonte, sei jetzt all dies bedauerlicherweise nicht nur auf Eis gelegt worden,  sondern es werde von Jahr zu Jahr schlechter.

    „Von unserer Seite aus stehen alle Türen offen. Wir sind zu einer solchen Zusammenarbeit bereit“, so der Minister.

    Russlands Moratorium-Idee

    Zuvor hatte der russische Staatschef, Wladimir Putin, vorgeschlagen, ein Moratorium für die Stationierung von Kurz- und Mittelstreckenraketen in Europa einzuführen. Seinen Vorschlag richtete er an die Staaten Europas und Asiens sowie an verschiedene internationale Organisationen.

    Später bestätigte Putins Pressesprecher, Dmitri Peskow, dass der französische Präsident, Emmanuel Macron, die Message des russischen Staatschefs über die Nichtstationierung von Kurz- und Mittelstreckenraketen in Europa beantwortet und diesbezüglich Bereitschaft zu einem Dialog bekundet habe. Macron selbst hatte während einer Pressekonferenz mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg betont, dass Paris den Vorschlag Russlands über ein Moratorium für die Stationierung von Kurz- und Mittelstreckenraketen in Europa nicht angenommen habe.

    In der Nato wurde erklärt, dass der Moratorium-Vorschlag „kein Vertrauen verdient, weil er die Realität vor Ort ignoriert“.

    Sogenannte „russische Bedrohung“

    Ende Mai hatte der Nato-Militärausschuss eine neue Strategie verabschiedet, die laut Jens Stoltenberg auf die angebliche „nukleare Bedrohung“ vonseiten Russlands sowie auf die neuen Herausforderungen im Osten und Süden zurückzuführen ist. Davon ausgehend hat die Nato im Herbst ihren Einfluss im Baltikum erweitert, wo große militärische Kontingente der Mitgliedstaaten der Allianz zur „Abschreckung Russlands“ stationiert sind.

    Moskau betonte wiederholt, dass Russland niemals ein Nato-Land angreifen würde. Laut dem russischen Außenminister, Sergej Lawrow, weiß die Nato sehr wohl, dass Moskau keine Angriffspläne schmiedet. Allerdings würde sie diese Ausrede benutzen, um mehr Technik und Bataillone an die russische Grenze zu bringen.

    ns/ae/sna 

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    Tags:
    Jens Stoltenberg, Strategie, Dmitri Peskow, Sergej Lawrow, Emmanuel Macron, Sergej Schoigu, Wladimir Putin, Russland