19:04 11 August 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    2652712
    Abonnieren

    Russische Militärs sind erstmals in die syrische Stadt Rakka (auch ar-Raqqa) eingerückt, die mehrere Jahre lang die „Hauptstadt“ der Terrormiliz IS* („Islamischer Staat“; auch Daesh) war, um dort humanitäre Hilfe zu übergeben.

    Die Militärs stellten Einwohnern von Rakka 2000 Lebensmittelbestecke zur Verfügung. Auch trafen Mediziner in der Stadt ein, die bereit sind, alle Notleidenden zu behandeln.

    Aktuelle Lage in Rakka

    Der Offizier des russischen Zentrums für Versöhnung der Konfliktparteien, Wladimir Warnawski, hat mitgeteilt, dass die Infrastruktur von Rakka bei dem von der US-angeführten Koalition durchgeführten Einsatz zur Befreiung der Stadt vollständig vernichtet worden sei.

    „Opfer der nichtselektiven Luft- und Artillerieangriffe sind Tausende Zivilisten geworden; in der Stadt sind bislang Enttrümmerungsarbeiten sowie die Minenräumung in der Gegend nicht abgeschlossen worden; es wird ein Mangel an Wasser, Arznei und Lebensmitteln beobachtet“, sagte Warnawski.

    Hintergrund

    2014 wurde Rakka von IS-Terroristen erobert und zu ihrer de-facto-Hauptstadt erklärt.

    Im Oktober 2017 wurde die Stadt nach einem monatelangen Militäreinsatz von den kurdisch geprägten SDF-Einheiten mit Unterstützung der US-geführten Koalition eingenommen.

    Im Zuge massiver US-Luftangriffe und der Offensive wurde die Stadt fast komplett zerstört; bislang wurde sie noch nicht wieder aufgebaut.

    Das syrische Außenministerium bezeichnete das Vorgehen der Koalition in Rakka als Völkermord.

    *Terrororganisation, in Deutschland und Russland verboten 

    ak/ae/sna

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Russlands Militär warnt USA: „Jede Rakete auf unser Territorium werten wir als Nuklear-Schlag“
    Ungeliebter Gastbeitrag: Der Sputnik-Impfstoff als lebensrettende globale Partnerschaft
    Lawrow zu Nord Stream 2 – Abschluss könnte „sehr zeitnah geschehen”
    Gazprom-Partner Uniper hält Scheitern von Nord Stream 2 für möglich
    Tags:
    USA, humanitäre Hilfe, Militärs, Rakka, IS, Syrien, Russland