15:19 18 Januar 2020
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    Der neue Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, hat versprochen, ausschließlich gerecht gegenüber dem Iran zu handeln. Wie er in einem Interview mit RIA Novosti am Montag mitteilte, werde er keine Diskriminierung zulassen und wolle in jedem Fall auf Kooperation mit Teheran setzen.

    Als neuer IAEA-Chef wolle Grossi sein eigenes Herangehen in den Beziehungen mit dem Iran voranbringen.

    „Ich werde sehr entschlossen und sehr gerecht sein. Ich werde nicht unschlüssig sein, was die Verwirklichung von Verbindlichkeiten anbelangt“, sagte der Argentinier. Dabei werde er sich auf die Angaben von den IAEA-Inspekteuren stützen, die kontrollieren, inwieweit Teheran seinen Verpflichtungen im Atomdeal nachkommt.

    Die IAEA werde auf jeder Etappe auf ein Zusammenwirken und gegenseitige Rücksicht setzen.

    „Wir werden keine Diskriminierung und keine Voreingenommenheit gegen den Iran zulassen“.

    Dabei betonte Grossi, er plane nicht, eine neue Methodologie einzuführen, die Organisation werde wie früher arbeiten. 

    Der Atomstreit mit dem Iran war 2015 nach einem langjährigen diplomatischen Ringen beigelegt worden. Die sechs internationalen Vermittler (Frankreich, Deutschland, Großbritannien, die USA, Russland und China) und der Iran haben eine historische Einigung zur deutlichen Verringerung der Atomkapazitäten des Iran erzielt.

    Laut dem Abkommen garantiert der Iran unter anderem einen friedlichen Charakter seines Atomprogramms und verpflichtet sich, in den kommenden 15 Jahren nicht mehr als 300 Kilogramm von auf 3,67 Prozent angereichertem Uran zu besitzen. Teheran darf weder hochangereichertes Uran noch atomwaffenfähiges Plutonium herstellen. Der abgebrannte Kernbrennstoff soll unter Kontrolle der internationalen Vermittler entsorgt werden.

    Im Gegenzug wurden Sanktionen gegen den Iran aufgehoben.

    2018 haben die USA das Iran-Atomabkommen einseitig aufgekündigt und neue Sanktionen gegen den Iran verhängt.

    om/ae

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    Tags:
    Rafael Grossi, Zusammenarbeit, Diskriminierung, Iran, IAEA (IAEO)