15:16 20 Januar 2020
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    Nach Donald Trumps Warnung im Streit um das Atomwaffenprogramm hat ein Vertreter der nordkoreanischen Führung den US-Präsidenten verbal attackiert. Dies meldet die Zentrale Koreanische Nachrichtenagentur (KCNA).

    Es gebe so viele Dinge, die Trump nicht über Nordkorea wisse, erklärte der Vorsitzende des nordkoreanischen Asien-Pazifik-Friedenskomitees und frühere Geheimdienstchef, Kim Yong Chol. 

    „Wir haben nichts mehr zu verlieren“, zitiert die KCNA Kim. Nordkorea werde sein künftiges Tun nicht mehr nur aufgrund dessen überdenken, was Trump gesagt habe. „Weil er ein leichtsinniger und unberechenbarer alter Mann ist, wird die Zeit womöglich kommen, dass wir ihn (...) als „dementen Greis“ bezeichnen.“

    Trump hatte Nordkorea am Sonntag davor gewarnt, seine Zusage einer atomaren Abrüstung zu brechen. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un habe viel zu viel zu verlieren, falls er auf feindselige Weise handeln sollte, schrieb Trump auf seinem Twitter-Account. Er bezog sich auf eine Vereinbarung mit Kim Jong Un zur Denuklearisierung bei ihrem ersten gemeinsamen Gipfel in Singapur 2018.

    Dialog ins Stocken geraten

    Am Samstag hatte Nordkoreas UN-Botschafter Kim Song erklärt, dass die Aussichten auf eine atomare Abrüstung Nordkoreas sich weiter trübten. Das Thema Denuklearisierung werde bei den Verhandlungen mit den USA nicht weiter behandelt.

    In der letzten Zeit stockt der Dialog zwischen den USA und Nordkorea hinsichtlich der Denuklearisierung und Normalisierung der bilateralen Beziehungen. Washington fordert von Pjöngjang entschlossenere Maßnahmen bezüglich des Verzichts auf Atomwaffen. Nordkorea kritisiert wiederum, die Vereinigten Staaten würden als Antwort auf ihre freiwilligen Schritte zur Denuklearisierung nichts unternehmen.

    sm/gs

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    Streit, Warnung, Donald Trump