06:46 22 Januar 2020
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    Wegen manipulierter Abgaswerte und der Verbreitung irreführender Informationen hat die kanadische Regierung Klage gegen Volkswagen eingereicht. Das teilte Kanadas Regierung am Montag (Ortszeit) in Toronto mit.

    Die Klageschrift umfasst laut einer Mitteilung des kanadischen Ministeriums für Umwelt und Klimawandel 60 Punkte.

    Vorwürfe

    Kanada wirft dem deutschen Autokonzern vor, im Zeitraum vom Januar 2008 bis Dezember 2015 knapp 128.000 Fahrzeuge gezielt in das Land eingeführt zu haben, die mit einer Software ausgestattet gewesen seien, um Verstöße gegen die Abgasnormen Kanadas zu verbergen. Somit habe Volkswagen gegen die Umweltschutzgesetze des Landes verstoßen. In der Klage geht es auch um den Vorwurf der gezielten Desinformation.

    Vier Jahre lang hatte das kanadische Umweltministerium den Dieselskandal ausführlich untersucht.

    Bei einer Anhörung vor einem Gericht in Ontario werden laut einem Unternehmenssprecher Vertreter des Konzerns und des Umweltministeriums anwesend sein. Die Verhandlung soll am Freitag stattfinden.

    Hintergrund

    Der Wolfsburger Konzern hatte im September 2015 auf Druck der amerikanischen Behörden zugegeben, in großem Stil bei der Abgasreinigung von Dieselmotoren betrogen zu haben. Das Unternehmen räumte ein, die Abgas-Software bestimmter Dieselmotoren so eingestellt zu haben, dass im tatsächlichen Betrieb auf der Straße deutlich mehr giftige Stickoxide (NOx) ausgestoßen wurden als in Schadstofftests.

    ak/sb/dpa

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    Tags:
    Gericht, Abgasskandal, Klage, Deutschland, Kanada