20:38 24 Oktober 2020
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    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sieht den Grund für die Nichtaufnahme der Türkei in die EU in der religiösen Zugehörigkeit seiner Landsleute.

    „Man sagt uns, dass die Bevölkerung der Türkei sehr groß sei. Doch der wahre Grund dafür, dass man Ankaras Antrag nicht unterstützen will, liegt woanders. Der wahre Grund ist, dass wir Muslime sind!“, sagte Erdogan am Montag nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu.

    Als formelles Hindernis zur Aufnahme gilt die Tatsache, dass die Türkei geografisch nicht zu Europa gehört und die demokratischen Werte der Mitgliedsstaaten nicht teilt. Ein strittiges Thema sind zudem Spannungen zwischen der Türkei und Griechenland in der Zypernfrage.

    Eine ähnliche Erklärung war von Erdogan bereits 2017 zu hören: Damals bezeichnete er die Europäische Union als islamfeindliche „Allianz der Kreuzzügler“ und drohte mit einem Referendum, dessen Ergebnisse die Beitrittspläne revidieren könnten.

    Die Türkei hatte 1987 ihren EU-Beitritt beantragt und 1999 den Status als Beitrittskandidat erhalten. Die Aufnahmeverhandlungen dauern seit 2005 an, haben jedoch bisher zu keinen Ergebnissen geführt.

    jeg/mt

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    Tags:
    Recep Tayyip Erdogan, Aufnahme, EU, Türkei