21:16 21 Januar 2020
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    Die amtliche Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Hua Chunying, hat die jüngste Publikation der „Washington Post“ über den militärischen Konflikt in Afghanistan kommentiert.

    Die USA fabrizierten weiterhin Anschuldigungen gegen andere Staaten, um weltweit Kriege zu entfachen, und seien somit zur größten Bedrohung für den globalen Frieden und die globale Sicherheit geworden, erklärte sie bei einem Briefing am Mittwoch.

    Die Zeitung hat geheim gehaltene Dokumente und Interviews von US-Offiziellen veröffentlicht, die davon zeugen sollen, dass die US-Regierung die Wahrheit über den militärischen Konflikt in Afghanistan verschwiegen habe. Die Dokumente widersprächen auch öffentlichen Erklärungen von Präsidenten, Militärs und Diplomaten der USA, die den Amerikanern von Jahr zu Jahr beteuert hätten, dass sie Fortschritte in Afghanistan erzielt hätten und dass es sich gelohnt habe, sich in diesen Krieg zu verwickeln.

    „Dieser Artikel wurde zu einer Ohrfeige für etliche Personen in den USA, so genannte Beschützer der Menschenrechte, und das ist nur eine Spitze des Eisbergs“, sagte die Sprecherin.

    Sie erinnerte daran, dass die USA militärische Schläge gegen den Irak wegen angeblicher Vorräte an Massenvernichtungswaffen im Land geführt und damit Zentausende Opfer und eine massenhafte Abwanderung der Bevölkerung verursacht hätten. Auch die Luftangriffe der USA in Syrien haben laut der Sprecherin zahlreiche Opfer gefordert und eine Massenmigration ausgelöst. Die „Beweise für C-Waffen-Angriffe“ in Syrien hätten sich als von den „Weißhelmen“ gestellte, fabrizierte Videos erwiesen.

    Laut Hua Chunying haben die USA diese Lektionen nicht beherzigt und fahren nun damit fort, Anschuldigungen zu fabrizieren, um weltweit Kriege zu entfachen. 

    Die Sprecherin betonte ferner, die USA sprächen immer wieder von der Notwendigkeit, China in die Abrüstungsgespräche mit einzubeziehen und dem Vertrag über die Reduzierung strategischer Offensivwaffen beitreten zu lassen. Dies sei aber nur ein Versuch, sich der Verantwortung zu entziehen. Washington müsste seinen Verpflichtungen nachkommen und die Aufrufe  Russlands zur Verlängerung des Vertrags über strategische Offensivwaffen (START-III) beantworten.

    Die Sprecherin betonte, China sei nicht an einem Beitritt zu den bilateralen Verhandlungen über die Rüstungskontrolle interessiert. Diese klare Position werde von Russland und anderen Mitgliedern der Weltgemeinschaft verstanden.

    China sei der Auffassung, dass die USA „als ein Land mit dem größten und stärksten Atompotenzial besondere Verpflichtungen zur nuklearen Abrüstung erfüllen, die Aufrufe der russischen Seite zur Verlängerung des START-Vertrags beantworten sowie ihr Atomarsenal reduzieren müssen, um Bedingungen für den Beitritt anderer Länder zu den Verhandlungen zu schaffen“, so die Sprecherin.

    „… Die USA sollten damit aufhören, das strategische Gleichgewicht und die Stabilität in der Welt zu untergraben.“ Sie müssten „die bestehende Weltordnung sowie das System der Rüstungskontrolle und des Vertrags über die Reduzierung strategischer Offensivwaffen schützen“, betonte Hua Chunying.

    Wie der russische Präsident Wladimir Putin zuvor erklärte, sei Russland bereit, bis zum Jahresende über die Verlängerung des Vertrages zur Reduzierung strategischer Offensivwaffen (START-III-Vertrag oder New-Start-Vertrag) ohne jegliche Vorbedingungen zu entscheiden.

    Der 2010 unterzeichnete Vertrag zwischen Russland und den USA läuft im Februar 2021 ab. Offiziell hat Washington noch nicht auf Putins Angebot reagiert, den Vertrag zu verlängern. 

    ls/mt

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    Tags:
    Hua Chunying, Washington Post, Syrien, Irak, Afghanistan, USA, China