12:11 10 Juli 2020
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    Der gestürzte bolivianische Präsident Evo Morales ist am Donnerstag in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires eingetroffen. Das teilte der Außenminister des südamerikanischen Landes, Felipe Solá, im Fernsehsender TN mit.

    Ihm zufolge könnte Morales in Argentinien Asyl beantragen. Der 60-Jährige hatte sich in Mexiko aufgehalten und war vor einigen Tagen zu einem Gesundheitscheck nach Kuba geflogen.

    Morales war vor einem Monat unter dem Druck der Opposition zurückgetreten, nachdem ihm Betrug bei der Präsidentenwahl vom 20. Oktober vorgeworfen worden war - auch von internationalen Wahlbeobachtern. Er setzte sich ins Exil nach Mexiko ab. Daraufhin übernahm eine Interimsregierung die Amtsgeschäfte in Bolivien. Die Anhänger des ersten indigenen Präsidenten des Landes sowie seine Verbündeten in der Region sprechen von einem Putsch.

    Morales war am 10. November nach wochenlangen Protesten der Opposition zurückgetreten. Die Opposition erkannte das Ergebnis der Präsidentschaftswahl vom 20. Oktober nicht an, die Morales nach Angaben der Wahlbehörde knapp gewonnen hatte. Der bolivianische Senat erklärte seinen Wahlsieg für ungültig und kündigte Neuwahlen an.

    Nach dem Rücktritt des Präsidenten und der gesamten Regierung erklärte sich die Vizepräsidentin des bolivianischen Senats und Oppositionspolitikerin Jeanine Añez zur Übergangspräsidentin des Landes. Dies löste abermals Proteste aus. Die Anhänger von Morales wollen die Machtübernahme durch Añez nicht anerkennen.

    ls/dpa/mt

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    Tags:
    Evo Morales, Kuba, Mexiko, Argentinien, Bolivien