07:01 22 Januar 2020
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    Die Tories mit Boris Johnson an der Spitze haben am Donnerstag mit einer absoluten Mehrheit die Parlamentswahlen in Großbritannien für sich entschieden. In Schottland allerdings triumphierte die Schottische Nationalpartei (SNP) – und diese ist gegen den Brexit und für die schottische Unabhängigkeit.

    Die Schottische Nationalpartei (SNP) hat einen historischen Sieg eingefahren und nach vorläufigen Hochrechnungen mindestens 48 der 59 Sitze für sich sichern können. Das ist ein Zuwachs von 13 Sitzen, manche Beobachter rechnen sogar mit über 50 Sitzen für die SNP. Die Konservativen kamen hingegen auf gerade einmal sechs Sitze, die Liberalen Demokraten auf vier und Labour auf einen Sitz.

    ​Das Ergebnis in Schottland spricht aber nicht nur für den breiten Rückhalt für die SNP, sondern vor allem auch für die Entschlossenheit der Schotten, in der EU zu bleiben.

    Nach ihrem hervorragenden Wahlergebnis hat SNP-Chefin Nicola Sturgeon auch nicht lange auf eine Kampfansage warten lassen. Sie wolle für ein zweites Unabhängigkeit-Referendum für Schottland kämpfen, sagte Sturgeon noch am Wahlabend. Zur Begründung sagte sie: „Boris Johnson hat erstens kein Recht, Schottland aus der EU zu nehmen und zweitens kein Recht zu verhindern, dass das schottische Volk über seine eigene Zukunft bestimmt.“

    Auch der bekannte Menschenrechtler und ehemalige britische Botschafter in Usbekistan, Craig Murray, hat sich via Twitter für die Unabhängigkeit Schottlands ausgesprochen. Der Schotte sagte: „Wir haben wirklich unser Bestes gegeben. Es tut mir leid für all meine englischen Freunde, es kommen schreckliche Zeiten auf euch zu. Aber wir teilen einfach nicht die gleichen politischen Werte und deshalb werden wir jetzt gehen.“

    Auf Betreiben der SNP war es bereits 2014 zu einem Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands vom Vereinigten Königreich gekommen. Die Schotten hatten eine Abspaltung damals jedoch mit einer knappen Mehrheit abgelehnt.

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    Tags:
    Referendum, Unabhängigkeitsreferendum, Schottland, Nicola Sturgeon, Boris Johnson, Wahlen, Brexit