11:23 11 Juli 2020
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    Nach Stationen in Mexiko und Kuba will sich der frühere bolivianische Präsident Evo Morales nun in der argentinischen Stadt San Ramón de la Nueva Orán unweit der Grenze zu Bolivien niederlassen. Das teilte die argentinische Zeitung „Expreso de Salta“ unter Verweis auf gut unterrichtete Quellen mit.

    Demnach wird Morales bereits in der kommenden Woche in die Stadt reisen, von wo er den Wahlkampf seiner Partei „Bewegung zum Sozialismus“ (MAS) für die Präsidentschaftswahlen 2020 leiten will.

    „Dort wird sich auch der ehemalige Vize-Präsident Álvaro Marcelo García Linera neben weiteren zwölf Personen aufhalten, die gemeinsam mit dem Ex-Präsidenten arbeiten“, so das Blatt.

    Wie es weiter heißt, werde Morales in Argentinien, das ihm politisches Asyl gewährt habe, in einem gemieteten und polizeibewachten Haus leben.

    Zuvor wurde mitgeteilt, dass der ehemalige bolivianische Präsident Evo Morales Mexiko verlassen habe. Am vergangenen Freitag habe er sich nach Kuba begeben, um sich medizinisch behandeln zu lassen. Wenige Tage später sei er aus Kuba ausgereist. Am Donnerstag traf Morales Medienberichten zufolge in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires ein.

    Neuwahlen in Bolivien

    Indes erklärten die Behörden Boliviens Neuwahlen, deren erste Runde für Mitte März anberaumt ist. Der frühere Präsident Evo Morales darf nicht mehr antreten.

    Rücktritt von Morales

    Am 10. November war Morales nach wochenlangen Protesten zurückgetreten und nach Mexiko geflogen. Die Opposition erkennt das Ergebnis der Präsidentschaftswahl vom 20. Oktober nicht an, die Morales nach Angaben der Wahlbehörde knapp gewonnen hatte.

    Nach dem Rücktritt des Präsidenten und der gesamten Regierung erklärte sich die Vizepräsidentin des bolivianischen Senats und Oppositionspolitikerin Jeanine Añez zur Übergangspräsidentin des Landes. Dies löste abermals Proteste aus, denn die Anhänger von Morales wollen die Machtübernahme durch Añez nicht anerkennen.

    ns/ae

     

     

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    Tags:
    Zeitung Expreso de Salta, Jeanine Anez, Evo Morales, Kuba, Mexiko, Bolivien