06:03 22 Januar 2020
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    Nach einer Äußerung des ägyptischen Parlamentschefs Abdel-Aal macht Libyen seine Botschaft im Nachbarstaat vorerst dicht. Abdel-Aal hatte die Legitimität der Regierung in Tripolis in Zweifel gezogen.

    „Die Botschaft Libyens in Kairo informiert die libyschen Bürger und die libysche Diaspora in der brüderlichen Republik Ägypten, dass sie aus Sicherheitsgründen ab 15. Dezember 2019 ihre Arbeit bis auf Weiteres einstellt“, so die diplomatische Vertretung via Facebook.

    Der ägyptische Parlamentsvorsitzende Ali Abdel-Aal hatte gesagt, dass Kairo den in Tobruk im Osten Libyens ansässigen Abgeordnetenrat als den einzigen legitimen Vertreter des libyschen Volkes ansehe. Der Abgeordnetenrat kontrolliert nur den östlichen Landesteil Libyens und agiert als eine Art Gegenregierung zu dem von der Uno anerkannten Kabinett um Premierminister Fayiz al-Sarradsch in Tripolis.  

    Seit dem Sturz des langjährigen Herrschers Muammar al-Gaddafi vor fast neun Jahren steckt Libyen im Kriegschaos und wird von einer Doppelherrschaft geführt.

    Der Westen des nordafrikanischen Landes wird von der Regierung al-Sarradsch kontrolliert, im Osten hat der vom Volk gewählte Abgeordnetenrat das Sagen, der mit der Libyschen Nationalarmee von Marschall Chalifa Haftar kooperiert. Haftar versucht immer wieder, die Macht in Tripolis zu ergreifen. Viele weitere Gebiete stehen unter Kontrolle lokaler Milizen, die sich gegenseitig bekriegen.

    leo/ae

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    Tags:
    Botschaft, Kairo, Ägypten, Libyen