14:42 25 Januar 2020
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    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier möchte beim neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetz Fehler aus früheren Jahrzehnten vermeiden. Um den Wohlstand zu erhalten, sollte man dafür sorgen, dass jeder qualifizierte Arbeitsplatz in Deutschland besetzt werden könne, so der CDU-Politiker vor dem Fachkräftegipfel im Kanzleramt am Montag.

    „Integration ist leichter, wenn die Betroffenen schon Deutsch sprechen, bevor sie kommen, Integration ist leichter, wenn sie beruflich qualifiziert sind“, sagte der Minister am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“ mit Blick auf Einwanderer aus Nicht-EU-Ländern.

    © Sputnik / Alexander Galperin

    „Wir wollen erreichen, dass wir den Menschen klar und deutlich sagen, ihr habt eine tolle Chance in Deutschland, aber ihr müsst auch bestimmte Leistungen bringen.“

    In den nächsten Jahren gingen viel mehr Menschen in den Ruhestand, als neu ins Berufsleben kommen. „Deshalb müssen wir, wenn wir den Wohlstand erhalten wollen, dafür sorgen, dass jeder qualifizierte Arbeitsplatz in Deutschland besetzt werden kann“, sagte Altmaier.

    Anwerbung ausländischer Fachkräfte vorantreiben

    Zuvor hatte Altmaier den Abbau bürokratischer Hürden bei der Anwerbung qualifizierter Zuwanderer gefordert. Die Visa-Verfahren und das Anerkennen von Berufsschulabschlüssen müssten viel schneller durchgeführt werden als bisher, sagte er dem „Tagesspiegel“ vom Sonntag.

    Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz, warnte ihrerseits davor, „Fehler der Vergangenheit“ zu wiederholen. „Es war falsch, die sogenannten Gastarbeiter der 50er und 60er Jahre nicht systematisch zu integrieren“, sagte die CDU-Politikerin den Funke-Zeitungen.

    Politik, Gewerkschaften und die Wirtschaft kommen am Montag im Bundeskanzleramt zu einem Spitzentreffen zusammen, um über das am 1. März 2020 in Kraft tretende Fachkräfteeinwanderungsgesetz zu beraten. Unter anderem soll besprochen werden, ob geeignete Zuwanderer deutsch sprechen müssen. Der Digitalverband Bitkom hatte beispielsweise gefordert, dass für IT-Spezialisten in der Regel kein Sprachnachweis erforderlich sein sollte.

    Altmaier sagte dazu: „Das sind die praktischen Fragen, die wir dabei sind zu klären.“ Es sei etwas anderes, wenn der Einwanderer in ein Büro komme, wo sowieso nur Englisch gesprochen wird, als wenn jemand als Pflegekraft im Krankenhaus arbeiten soll. „Ich glaube das kann man in der Praxis klären, da sollte man keine abstrakten Regelungen erlassen“, so der Minister.

    leo/ae/dpa

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    Tags:
    Kanzleramt, Gipfel, Zuwanderer, Bundesregierung, Bundeswirtschaftsministerium, Peter Altmaier