19:50 20 Oktober 2020
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    Der US-Sonderbeauftragte für Nordkorea, Stephen Biegun, wird vom 19. bis 20. Dezember nach Peking reisen und dort mit den Vertretern der Volksrepublik China die Nordkorea-Thematik erörtern. Dies geht aus einer auf der Webseite des US-Außenministeriums am Dienstag veröffentlichten Mitteilung hervor.

    „Nach seiner Reise vom 15. bis 19. Dezember nach Seoul und Tokio wird der Sonderbeauftragte Biegun vom 19. bis 20. Dezember nach Peking reisen, um mit den Vertretern der Volksrepublik China die Notwendigkeit der Wahrung der internationalen Einheit zu Nordkorea zu erörtern“, heißt es in der Mitteilung.

    USA und Nordkorea führen Atomgespräche

    Die Gespräche über die Denuklearisierung zwischen der Demokratischen Volksrepublik Korea und den Vereinigten Staaten sind ins Stocken geraten, nachdem die nordkoreanische Delegation die Atomgespräche in Schweden vom Anfang Oktober abgebrochen und Washington dabei vorgeworfen hatte, die USA seien „mit leeren Händen“ zu den Verhandlungen gekommen. Die US-amerikanische Seite wies die Anschuldigungen zurück: Die Diskussionen seien „gut“ gewesen und hätten eine Reihe von neuen „kreativen Ideen“ zutage gebracht, hieß es.

    Später drohte das nordkoreanische Außenministerium mit der Aussetzung der Verhandlungen, sollten die USA ihre „feindselige Politik“ nicht aufgeben und keine wirklichkeitsnahe Lösung zur Denuklearisierung sowie keine Sicherheitsgarantien bis zum Jahresende anbieten. Wenn es keine Verhandlungsvorschläge vonseiten der USA geben werde, werde man einen „neuen Weg“ gehen und den USA ein „unerwünschtes Weihnachtsgeschenk“ machen, hieß es.

    Trotzdem erklärte Biegun Mitte Dezember, dass die Vereinigten Staaten keine „Frist“ für Verhandlungen auf höchster Ebene mit Nordkorea hätten.

    Pjöngjang meldet Tests auf Satellitenstartgelände

    Wenige Tage zuvor hat Nordkorea nach eigenen Angaben zum zweiten Mal in einer Woche einen „wichtigen“ militärischen Test im Raumfahrtzentrum Sohae durchgeführt. Der Test sei erfolgreich gewesen, berichteten die Staatsmedien, ohne Details zu nennen. Die jüngsten Forschungserfolge im Verteidigungsbereich würden dazu verwendet, „die zuverlässige strategische atomare Abschreckung“ des Landes weiter zu stärken. Experten gehen davon aus, dass dabei ein Raketentriebwerk für eine interkontinentale ballistische Rakete erprobt worden sei.

    Vor diesem Hintergrund haben Russland und China einen Resolutionsentwurf für interne Beratungen in den Vereinten Nationen vorbereitet, in dem eine baldige Wiederaufnahme der Sechs-Staaten-Gespräche über das Atomwaffenprogramm Nordkoreas gefordert wird, wie die Agentur RIA Novosti am Mittwoch berichtet.

    Verhandlungen in diesem Format wurden von 2003 bis 2009 in Peking von hochrangigen Diplomaten aus Russland, den USA, China, Nordkorea, Südkorea und Japan geführt, die aufgrund bilateraler Widersprüche das Auftauchen von Atomwaffen in Nordkorea nicht verhindern konnten.

    China und Russland fordern Lockerung der Sanktionen

    Berichten zufolge haben China und Russland auch eine Lockerung der gegen Nordkorea verhängten Sanktionen gefordert. Ein dem UN-Sicherheitsrat in New York vorgelegter Resolutionsentwurf ziele darauf ab, die „ernste humanitäre Situation“ in Nordkorea etwas zu verbessern und den politischen Prozess wiederzubeleben, sagte der chinesische UN-Botschafter Zhang Jun am Dienstag in New York.

    „Wir hoffen, dass wir mit dieser Resolution die Sackgasse überwinden und den politischen Prozess fortsetzen können“, zitiert die Agentur RIA Novosti Zhang Jun.

    pd/mt/sna/

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    Tags:
    Gespräche, China, Russland, Uno, Sanktionen, Nordkorea, USA