06:45 24 Januar 2020
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    US-Sanktionen gegen Nord Stream 2 (40)
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    Die USA haben kaum Hebel, um die Fertigstellung der Gaspipeline Nord Stream 2 zwischen Russland und Deutschland zu verhindern. Dies meldet die Wirtschaftsagentur Bloomberg unter Verweis auf zwei hochrangige Beamte der amerikanischen Administration.

    Demnach hätten zwei Beamte den Misserfolg von langjährigen Bemühungen eingeräumt, das zu behindern, „was die Beamten für eine Gefahr für die europäische Sicherheit halten“. Der Artikel von Bloomberg heißt dabei wörtlich „Die USA räumen Niederlage bei Nord Stream 2-Pipeline ein“.

    Ein namentlich nicht genannter Beamter sagte, dass die Gaspipeline fast fertig sei, und die Sanktionen, die am Dienstag im Rahmen des Gesetzespakets zum amerikanischen Verteidigungshaushalt beschlossen wurden, zu spät gekommen seien, um eine Wirkung zu entfalten.

    Stattdessen würden die USA versuchen, anderen russischen Energieprojekten Kosten aufzuerlegen, heißt es im Artikel weiter.

    Die US-Administration werde nach dem Eintreffen des neuen US-Botschafters John Sullivan in Moskau mehr Aufmerksamkeit auf Russland lenken, so Bloomberg.  

    Sanktionen gegen Nord Stream 2

    Nach dem Repräsentantenhaus hatte am Dienstag der amerikanische Senat mit großer Mehrheit (88 gegen acht Stimmen) für ein Gesetzespaket zum Verteidigungshaushalt für 2020 gestimmt, das auch Sanktionen gegen Nord Stream 2 und Turkish Stream vorsieht.

    Nord Stream 2

    Das Nord Stream 2-Projekt umfasst den Bau von zwei Strängen einer Gaspipeline mit einer Gesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr von der russischen Küste über den Meeresgrund der Ostsee nach Deutschland.

    Die Gaspipeline verläuft durch Hoheitsgewässer oder ausschließliche Wirtschaftszonen der Russischen Föderation, Finnlands, Schwedens, Dänemarks und Deutschlands. Alleiniger Gesellschafter des Projektbetreibers, der Nord Stream 2 AG, ist der russische Energiekonzern Gazprom.

    Die Ukraine sowie eine Reihe europäischer Länder wie Polen, Lettland und Litauen, aber auch die USA, die den Absatz ihres Flüssigerdgases in der EU fördern wollen, setzen sich gegen das Projekt ein, indem sie die Pipeline als ein für die Energiesicherheit der EU bedrohliches politisches Projekt bezeichnen. Die russische Seite hat ihrerseits mehrmals erklärt, dass Nord Stream 2 ein kommerzielles und wettbewerbsfähiges Projekt sei und keine Aussetzung des russischen Gastransits durch die Ukraine impliziere.

    ak/mt

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    Bloomberg, Nord Stream 2, Sanktionen, Deutschland, Russland, USA