20:54 21 Januar 2020
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    Die Erreichung der mit Brüssel vereinbarten Klimaziele wird dem österreichischen Staat sowie dem Privatsektor 170 Milliarden Euro kosten, berichtet die österreichische Tageszeitung „Kurier“ am Mittwoch.

    Das größte Ziel sei dabei, die Stromproduktion bis 2030 vollständig aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Dafür müsse der Staat Wind-, Wasserkraft und Sonnenverstromung (Photovoltaik) massiv ausbauen, den Nachtzugverkehr stärken und Eisenbahnstrecken elektrifizieren.

    Der Verkehrssektor sei somit der teuerste Bereich – der Staat müsse dafür 100 Milliarden Euro ausgeben. Danach komme der Energiebereich mit rund 38 Milliarden Euro.

    An diesem Mittwoch wolle man im Ministerrat den Klima- und Energieplan bis 2030 endgültig verabschieden. Das ganze Dokument soll im Laufe des Tages veröffentlicht werden. Laut den Experten des Ministeriums können die 2030er Ziele nur dann erreicht werden, wenn es eine ökologische Steuerreform gibt (Steuer auf Benzin, Diesel, Heizöl und Gas, dafür wird der Faktor Arbeit entlastet) oder zumindest eine Bepreisung dieser Energieträger.

    Im September fanden die Umwelt-Proteste der österreichischen Gemeinden statt. Der österreichische Nationalrat hatte sich dann für die Ausrufung des Klimanotstands ausgesprochen. Die Vertreterin der österreichischen Abteilung der Umweltschutz-Organisation Greenpeace, Klara Schenk, sprach sich auf Twitter für eine ökosoziale Steuerreform und eine Verkehrswende aus.

    aa/mt

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    Tags:
    Verkehr, Erneuerbare Energien, Klimaschutz, Österreich