05:38 24 Januar 2020
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    Der Oberbürgermeister von Leipzig und Präsident des Deutschen Städtetages, Burkhard Jung (SPD), hebt in einem aktuellen Interview die Geschichte seiner Partei hervor. „Wer so alt ist, verschwindet nicht“. Er zeigt sich überzeugt davon, dass der SPD eine große Zukunft bevorsteht. Außerdem sagt er, was er von der politischen Konkurrenz AfD hält.

    Seit 2006 ist Burkhard Jung Oberbürgermeister (OB) der Stadt Leipzig. Jetzt hat der SPD-Politiker in einem Interview mit RTL/n-tv an seine neue Parteispitze appelliert:

    Die SPD solle sich „wieder auf ihre Kernthemen“ besinnen. „Wenn die SPD sich wieder darum kümmert, wofür sie steht und gestanden hat in den 150 Jahren ihrer Geschichte“, dann sei ihm „nicht bange und dann wird das auch werden“, sagte Jung. Zu den SPD-Kernthemen zähle er Bildungsgerechtigkeit, Chancengleichheit sowie soziale Teilhabe. Außerdem solle sich die Partei für die Interessen der einfachen Menschen einsetzen.

    Insgesamt blicke der 61-jährige Sozialdemokrat recht zuversichtlich auf seine Partei:

    Wer seit „über 150 Jahren am Start“ sei, „verschwindet nicht einfach“. Mit dem Führungsduo Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans „gibt es neuen Wind und es wird sich entwickeln“. Jung wird sich im Februar 2020 seiner Wiederwahl stellen. Er strebt seine dritte Amtszeit in der sächsischen Metropole Leipzig als OB an.

    Mit Blick auf die AfD sagte SPD-Politiker Jung, dass sich dort „immer wieder Menschen bewegen, die eindeutig neonazistische oder faschistoide Sprechweisen an den Tag legen“. Eine demokratische Zusammenarbeit mit der AfD schließe er aus. Schaffe es die Partei nicht, „sich deutlich zu distanzieren von diesen Rechtsradikalen in den eigenen Reihen“, dann werde es keine Zusammenarbeit mit der SPD oder anderen demokratischen Parteien und auch verfassungsschutzrechtliche Konsequenten geben.

    Leipzigs OB hat seit Sommer ebenso das Amt des Präsidenten des Deutschen Städtetages inne. „Mit (...) Jung hat der Städtetag erstmals das Oberhaupt einer ostdeutschen Großstadt an seiner Spitze“, berichtete das „ZDF“ im Juni. „Der SPD-Politiker wurde in Dortmund zum Städtetagspräsidenten für die kommenden zwei Jahre gewählt. Jung ist seit 2006 Chef im Leipziger Rathaus und will im Frühjahr wiedergewählt werden.“ Der Städtetag vertritt die Belange von 3400 Städten und Gemeinden gegenüber Bund und Ländern.

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    Tags:
    Leipzig, Saskia Esken, Deutschland, SPD