09:49 26 Januar 2020
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    Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat am Mittwoch in der Regierungsbefragung im Bundestag ihre Migrationspolitik der „geöffneten Türen“ während der Flüchtlingskrise 2015 erneut verteidigt.

    „Ich glaube, dass Deutschland sehr vielen Menschen in Not geholfen hat. Dass dazu eine gesamtgesellschaftliche Kraftanstrengung stattgefunden hat“, sagte Merkel auf die Frage des AfD-Abgeordneten Gottfried Curio, ob sie eine persönliche Mitverantwortung für eine Zahl von mehr als 800.000 aufgeklärten Zuwandererstraftaten zwischen 2014 und 2018 anerkenne, die aus seiner Sicht durch Grenzsicherung hätten verhindert werden können.

    Merkel zufolge hat die Bundesregierung an der Ordnung und Steuerung der Migration gearbeitet und wird dies weiter tun. Die Zahlen hätten bewiesen, dass die Migrationspolitik durchaus erfolgreich gewesen sei. Als Kanzlerin sei sie für das politische Geschehen im Land immer mitverantwortlich, betonte Merkel. „Da bin ich auch froh darüber, dass ich ein so wichtiges Amt bekleiden darf.“ Die Betrachtungsweisen dessen, was 2015 und den folgenden Jahren geschehen sei, seien unterschiedlich.

    Räumung eines Flüchtlingslagers in Paris (Archivbild)
    © Sputnik / Irina Kalaschnikowa
    Nach Angaben der EU-Statistikbehörde Eurostat werden die meisten Asylanträge im EU-Vergleich nach wie vor in Deutschland gestellt. Zusammen mit Frankreich (30.500) und Spanien (25.800) bearbeiteten deutsche Behörden (37.300) mehr als die Hälfte aller Anträge, die in der EU gestellt wurden.

    aa/sb/dpa

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    Tags:
    Flüchtlingskrise, Zuwanderung, Erfolg, Migrationspolitik, Angela Merkel