21:22 21 Januar 2020
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    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will im Streit um die Rentenreform ein Stück weit den Gewerkschaften entgegenkommen, um Streiks im Nah- und Fernverkehr über Weihnachten abzuwenden.

    Obwohl die Regierung trotz der vor zwei Wochen begonnenen Massenproteste an ihren Plänen festhalten werde, sei man zu Nachbesserungen bereit, erklärte das Präsidialamt am Mittwoch. Das Ziel sei, eine Streikpause im öffentlichen Verkehr an den Weihnachtsfeiertagen zu ermöglichen.

    Protestdruck auf Macron

    Zahlreiche Gewerkschaften in Frankeich hatten zuletzt den Druck auf Emmanuel Macron und seine Regierung erhöht und mit erneuten Streiks über Weihnachten gedroht, wenn man die Reform nicht zurücknehmen sollte.

    Am Dienstag hatten wieder Hunderttausende gestreikt. Im Fern- und Nahverkehr kam es zu erheblichen Behinderungen. Premierminister Édouard Philippe kündigte an, er wolle sich zur Entschärfung der Lage mit Vertretern der Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände treffen.

    Die Pensionsreformpläne der französischen Regierung sehen die Ablösung der verschiedenen Pensionskassen durch ein einheitliches Punktesystem vor. Gelten sollen sie für diejenigen, die ab 2022 erstmals auf den Arbeitsmarkt kommen. Außerdem soll eine Grundrente von monatlich 1000 Euro eingeführt werden für die Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben. Das Renteneintrittsalter soll weiterhin bei 62 Jahren liegen, allerdings mit Abschlägen.

    jeg/sb/rtr/dpa

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    Tags:
    Massenproteste, Rentenreform, Emmanuel Macron, Frankreich