18:57 30 September 2020
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    Der Bundestag soll an diesem Donnerstag Neuregelungen zum Umgang mit Wölfen beschließen, die einen Abschuss zu leichteren Bedingungen möglich machen.

    Diese Maßnahmen sind darauf gerichtet, Schafe und andere Nutztiere vor Wolfattacken zu schützen und wirtschaftliche Schäden für Bauern zu vermeiden. Die Schäfer sollen künftig auch Entschädigungen bekommen können, wenn Wölfe zuschlagen. Zudem soll dies Sorgen in vielen Dörfern entgegenwirken.

    Neues zum Thema: Nach Verhandlungen am Donnerstag hat der Bundestag die neuen Maßnahmen genehmigt. 

    Die Wölfe in einer Gegend dürfen dabei so lange geschossen werden, bis es keine Attacken mehr gebe – auch wenn dafür ein ganzes Rudel getötet werde. Allerdings müsse jeder Abschuss zuvor von den Landesbehörden genehmigt werden. Mischlinge aus Wolf und Hund, sogenannte Hybride, sollen auch geschossen werden können. Das Füttern und Anlocken der Tiere soll verboten werden, damit sie sich nicht an Menschen gewöhnen.

    Die Umweltschutzorganisation WWF begrüßte den Vorstoß, machte aber deutlich, die Tötung eines Wolfes müsse auch bei der neuen Gesetzeslage Ultima Ratio sein. Aus der Sicht der CDU-Politikerin Gitta Connemann werden somit auch die Rechte anderer Tiere geschützt. „Der Schutz des Wolfes ist uns auch wichtig. Aber dieser muss Grenzen haben“, sagte sie gegenüber dpa. Denn zum Beispiel Weidetiere hätten „dasselbe Recht auf Tierschutz wie Wölfe”.

    Seit der Jahrtausendwende breiten sich Wölfe in Deutschland aus, nachdem sie lange ausgerottet waren. Nach Angaben der zuständigen Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes leben hierzulande mittlerweile 105 Wolfsrudel. 

    aa/mt/dpa

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    Tags:
    Gesetz, Neuregelung, Abschuss, Wolf, Bundestag