14:17 18 Februar 2020
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    Das Büro von UN-Generalsekretär António Guterres in New York (USA) hat trotz wiederholter Anfragen der Agentur RIA Novosti noch nicht die Situation bewertet, bei der es sich um Drohungen der estnischen Behörden gegenüber den Mitarbeitern von Sputnik Estonia handelt. Dies meldet RIA Novosti am Donnerstag.

    Bei einem täglichen Briefing, das gewöhnlich am Mittag stattfindet, habe ein Korrespondent der RIA Novosti den UN-Sprecher Stéphane Dujarric um einen Kommentar zu dem Vorfall gebeten, hieß es. Dujarric habe erwidert, dass er das erste Mal davon höre, und habe versprochen, sich mit den Umständen des Falls vertraut zu machen. Ihm lägen nicht genügend Details dazu vor, so der UN-Sprecher. „Lassen Sie mich später auf dieses Problem zurückkommen“, fügte er  hinzu.

    Die Mitarbeiter des Büros des UN-Generalsekretärs haben jedoch den ganzen Tag über keine Einschätzung der Situation um Sputnik Estonia abgegeben. Auf die wiederholten Anfragen, ob es gelungen sei, sich mit den Einzelheiten der Angelegenheit vertraut  zu machen, und wie sich der Vorfall auf die Grundsätze der Pressefreiheit beziehe, habe der UN-Pressedienst im Verlauf des Donnerstags mit „noch nicht“ geantwortet.

    Estnische Behörden drohen Sputnik-Mitarbeitern

    Die Behörden in Estland haben Mitarbeitern von Sputnik Estonia mit Strafverfolgung gedroht, wenn sie vor Jahresbeginn 2020 ihren Job für die Mediengruppe „Rossiya Segodnya“ nicht aufgeben. Laut dem Pressedienst der Mediengruppe erhielten die Journalisten von der estnischen Polizei und dem Grenzschutz „direkte Androhungen“ von Strafverfahren. Begründet wurde dies mit den Sanktionen, die die EU am 17. März 2014 im Hinblick auf die damaligen Ereignisse in der Ukraine gegen Einzelpersonen und Unternehmen verhängt hatte.

    „Rossiya Segodnya“ werde ihrerseits alles in ihrer Macht Stehende tun, hieß es, um die betroffenen Journalisten vor strafrechtlicher Verfolgung zu schützen.

    Estland ist der einzige Staat im baltischen Raum, in dem sich ein Redaktionsbüro der Nachrichtenagentur Sputnik befindet. Das Redaktionsteam besteht aus 35 Mitarbeitern – davon sind 33 Staatsbürger von Estland, die einen Arbeitsvertrag mit „Rossiya Segodnya“ abgeschlossen haben. Das Unternehmen zahlt Estland monatlich Steuern in Höhe von 30.000 Euro.

    pd/mt/sna/

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    Uno, Stéphane Dujarric, Kommentar, Mediengruppe Rossiya Segodnya, Sputnik