21:27 21 Januar 2020
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    Für Journalisten der Agentur Sputnik kommt es darauf an, in jenen Ländern zu arbeiten, die ihren Job zu behindern versuchen. Das sagte Russlands Präsident Wladimir Putin am Donnerstag in einer Stellungnahme zur Situation um Sputnik Estonia.

    „Leider würden irgendwelche Maßnahmen auf staatlicher Ebene wenig effektiv sein. Mehr noch, diese Maßnahmen würden Wasser auf die Mühlen jener leiten, die unsere Länder und unsere Völker entzweien möchten“, sagte der Präsident bei seiner jährlichen großen Pressekonferenz in Moskau. „Wir dürfen ihnen dabei nicht helfen.“

    In jedem Fall sollten Möglichkeiten gefunden werden, in Ländern weiter zu arbeiten, „die sich vor ihren Informationen fürchten, die Sie für Ihre Zuschauer und Leser verbreiten“. „Man hat einfach Angst vor dem Einfluss Ihrer Informationen auf die Gemüter“, sagte Putin.

    Kündigung oder Strafverfahren

    Die Polizei und der Grenzschutz Estlands hatten dem Personal von Sputnik Estonia Strafverfahren angedroht, falls die Journalisten ihre Arbeitsverhältnisse mit der Dachagentur Rossiya Segodnya bis zum 1. Januar 2020 nicht einstellen. Ihre Position begründeten die estnischen Behörden damit, dass die EU am 17. März 2014 Sanktionen gegen mehrere juristische und natürliche Personen Russlands im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise verhängt hatte.

    Appell an internationale Organisationen

    Rossiya Segodnya stufte die Handlungen Estlands als „himmelschreiende Willkür“ ein und will die UN, die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), den Europarat, die UNESCO und den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) auffordern, diese „beispiellose Verletzung der Meinungsfreiheit“ gebührend einzuschätzen und Maßnahmen zum Schutz der Rechte der Journalisten auf die Ausübung ihrer beruflichen Funktionen zu ergreifen.

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    Kritik, Journalisten, Estland, Sputnik, Russland