10:42 24 September 2020
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    Das US-Militärbudget für 2020 zeugt laut dem russischen Militärexperten Igor Korottschenko davon, dass die USA den Kurs auf Konfrontation mit Russland fortsetzen. Allerdings zeuge es auch von positiven Momenten wie der Möglichkeit der Verlängerung des START-III-Vertrages.

    „Das US-Gesetz über den Verteidigungsetat zeugt von dem Bestreben, dieses wichtige Abkommen zu verlängern. Ich denke, es wird den Interessen der Sicherheit sowie Russlands als auch der USA und der gesamten Welt entsprechen. Daher ist es ein wichtiges Element, das uns erlaubt, damit zu rechnen, dass ein entsprechendes Abkommen unter für beide Seiten akzeptablen Bedingungen abgeschlossen wird“, so Korottschenko.

    Er unterstrich, dass Russland die Entwicklung „aller Elemente der amerikanischen Militärstärke in Kauf nehmen muss“, was das von Trump unterschriebene Dokument vorsieht.

    „Hauptsache für uns ist nicht, in ein Frontalwettrüsten verwickelt zu werden, sondern die USA zu zügeln und die strategische Bilanz aufrechtzuerhalten. Der Kurs auf Konfrontation, die Verschärfung der US-Politik hinsichtlich Russlands ist absolut offensichtlich, da dasselbe Budget auch Sanktionen gegen die wichtigsten Energieressourcen einschließt, die Russland realisiert – Nord Stream 2 und Turkish Stream. Nun werden die Amerikaner die Möglichkeit haben, Sanktionen zu verhängen“, ergänzte Korottschenko.

    Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump den Verteidigungsetat für das Jahr 2020 unterschrieben. In diesem Budget sind Mittel für die „Gegenwirkung gegenüber Russland“, Sanktionen gegen Nord Stream 2 und Militärhilfe für die Ukraine vorgesehen. Darüber hinaus impliziert das Dokument, dass die Verlängerung des Vertrages START III im Interesse der USA sei. Insgesamt werden für die Zwecke des Pentagons 738 Milliarden Dollar (2019 betrug das Budget 716 Milliarden) bereitgestellt.

    Der Vertrag über die Reduzierung der strategischen Offensivwaffen (START III), der 2010 unterzeichnet wurde, bleibt der einzige gültige Vertrag zwischen Russland und den USA über die Rüstungsbegrenzung. Das Abkommen läuft im Februar 2021 ab.

    ek/sb/sna

     

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