19:38 25 Januar 2020
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    Die US-Regierung warnt vor einem Eingreifen auswärtiger Akteure im Libyen-Konflikt. Eine militärische Einmischung würde die Beilegung des andauernden Konfliktes in dem ölreichen nordafrikanischen Land in weite Ferne rücken, erklärt das Außenministerium in Washington.

    „Die USA sind besorgt über die Bitte der Regierung der Nationalen Einheit um militärische Hilfe wie auch über die Drohung der Libyschen Nationalarmee, aus dem Ausland stammende Waffen und Söldner für den Angriff auf Misrata zu nutzen“, erklärte das US-Außenministerium. 

    Der Oberbefehlshaber der Libyschen Nationalarmee General Khalifa Haftar (Archivbild)
    © Sputnik / Wladimir Astapkowitsch

    Die Behörde verurteilte die Angriffe auf Zivilisten und rief alle Seiten zur Zurückhaltung auf: Eine auswärtige militärische Einmischung gefährde die Aussicht auf eine Beilegung des Konfliktes.

    „Die Vereinigten Staaten sind bereit, mit der Uno und allen Parteien zusammenzuarbeiten, um politische Verhandlungen anzubahnen“, hieß es ferner.

    Die jüngsten amerikanisch-libyschen Gespräche in Tunesien hätten gezeigt, dass ein konstruktiver Fortschritt möglich sei, „wenn die auswärtigen Akteure den Libyern Zeit und Raum für eine Zusammenarbeit miteinander zur Verfügung stellen“.

    Seit dem Sturz des langjährigen Herrschers Muammar al-Gaddafi vor fast neun Jahren steckt Libyen im Kriegschaos und wird von einer Doppelherrschaft geführt. Die so genannte Libysche Nationalarmee um Marschall Khalifa Haftar, die Ost-Libyen kontrolliert, hatte am 12. Dezember eine Entscheidungsschlacht um die Hauptstadt Tripolis angekündigt.

    Medien berichteten von Zusammenstößen zwischen Haftars Truppen und den Streitkräften der international anerkannten Regierung in Tripolis. Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate stehen hinter Marshall Haftar, der immer wieder versucht, die Macht in Tripolis zu ergreifen.

    Die in Tripolis residierende Regierung der nationalen Einheit, die von der Uno anerkannt ist und Westlibyen kontrolliert, kündigte an, die verbündete Türkei um Hilfe im Kampf gegen Haftars Armee bitten zu wollen. Der türkische Präsident, Recep Tayyip Erdogan,schloss eine Truppenentsendung nicht aus. Am Samstag ratifizierte das türkische Parlament ein Memorandum mit der Regierung in Tripolis über militärische Zusammenarbeit.

    leo/ae

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    Tags:
    Moammar Gaddafi, Khalifa Haftar, Truppen, Recep Tayyip Erdogan, Türkei, USA, Libyen