10:16 18 Januar 2020
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    Russland wird laut Sergej Lawrow seine Beziehungen mit China nicht absichtlich verschlechtern, um die Vereinigten Staaten zufriedenzustellen. Damit kommentierte der russische Chefdiplomat eine Äußerung des früheren US-Außenministers Henry Kissinger.

    Kissinger habe ihm bei ihrem jüngsten Treffen gesagt, dass es für die Vereinigten Staaten ideal wäre, wenn ihre jeweiligen Beziehungen zu Russland und China besser wären als die Beziehungen zwischen Russland und China, teilte Lawrow in einer am Sonntag ausgestrahlten Sendung im russischen Fernsehen mit.

    „Wir werden unsere Beziehungen mit China nicht trüben, nur um die Amerikaner glücklich zu machen“, sagte Lawrow.

    „Doch die Idee, dass man seine Ziele mit Positivem und engerer Zusammenarbeit statt durch Sanktionen und Ultimaten erreichen sollte, verdient wahrscheinlich zumindest Anerkennung.“

    Die Beziehungen zwischen Moskau und Peking sind nach übereinstimmender Einschätzung beider Seiten so gut wie noch nie zuvor. Chinas Staatschef Xi Jinping nennt den russischen Präsidenten, Wladimir Putin, einen Intimfreund. Die Regierung in Peking erklärte im Sommer, dass „jegliche Versuche, Zwietracht zwischen Russland und China zusäen, zum Scheitern verurteillt“ seien. Der russische Außenminister Lawrow konstatierte im September, dass die Zusammenarbeit mit China ein „beispielloses strategisches Niveau“ erreicht habe.

    Die Beziehungen der USA mit China dagegen sind durch einen andauernden Handelsstreit belastet. Washington und Peking überziehen sich seit mehr als einem Jahr gegenseitig mit Strafzöllen. Der Handelskonflikt bremst sowohl das Wirtschaftswachstum in beiden Ländern, als auch weltweit. In der vergangenen Woche einigten sich die beiden größten Volkswirtschaften auf ein Teilabkommen und wandten damit die nächste Runde an Strafzöllen ab.

    leo/ae

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    Tags:
    Xi Jinping, Wladimir Putin, Henry Kissinger, Sergej Lawrow, USA, China, Russland