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    US-Sanktionen gegen Nord Stream 2 (44)
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    Zwei Tage nach der Verhängung der Sanktionen gegen die Gaspipeline Nord Stream 2 durch die USA rechnet die Bundesregierung fest damit, dass die Pipeline trotz der US-Strafmaßnahmen fertiggestellt wird. Darüber schreibt die „Süddeutsche Zeitung“ unter Verweis auf Regierungskreise in Berlin.

    Wie es weiter heißt, sei die Position der Bundesregierung zu diesem Projekt unverändert.

    Zudem teilte das Nord-Stream-2-Konsortium mit, die Ostsee-Gaspipeline trotz Sanktionen so bald wie möglich weiterbauen zu wollen.

    Moskau wird laut dem russischen Außenministerium weiterhin seine Wirtschaftsprojekte realisieren – unabhängig von Sanktionen jeder Art.

    US-Strafmaßnahmen gegen Nord Stream 2

    US-Präsident Trump hatte am Freitag den neuen Verteidigungshaushalt unterzeichnet und damit die darin enthaltenen Sanktionen gegen Nord Stream 2 in Kraft gesetzt. Als Strafmaßnahmen sind Einreiseverbote und das Einfrieren von Vermögen in den USA vorgesehen.

    Sie richten sich gegen Firmen, die am Verlegen der Pipeline beteiligt sind, sowie deren Eigner. Das schweizerische Unternehmen „Allseas“, das mit der Verlegung der Gasleitung Nord Stream 2 beauftragt ist, hat die Arbeit vorerst eingestellt.

    Vize-Kanzler kritisiert US-Vorgehen

    Am Samstag hatte der deutsche Vize-Kanzler, Olaf Scholz, das US-Vorgehen in Bezug auf die Pipeline Nord Stream 2 auf das Schärfste kritisiert. Die US-Sanktionen gegen die Pipeline Nord Stream 2 könnten auch deutsche Unternehmen empfindlich treffen sowie eine Gefahr für die deutsche und europäische Energiesicherheit darstellen.

    US-Botschafter verteidigt Nord Stream 2-Sanktionen

    Am Sonntag hatte der US-Botschafter in Berlin, Richard Grenell, in einem Interview mit der „Bild am Sonntag“ die Sanktionen der Vereinigten Staaten gegen die Gaspipeline Nord Stream 2 verteidigt und die Kritik der Bundesregierung zurückgewiesen. Denn ihm zufolge sind die Strafmaßnahmen eine „pro-europäische Entscheidung“.

    Nord Stream 2

    Das Nord Stream 2-Projekt umfasst den Bau von zwei Strängen einer Gaspipeline mit einer Gesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr von der russischen Küste über die Ostsee nach Deutschland. Die Gaspipeline verläuft durch Hoheitsgewässer oder ausschließliche Wirtschaftszonen Russlands, Finnlands, Schwedens, Dänemarks und Deutschlands.

    Die Ukraine sowie eine Reihe europäischer Länder wie Polen, Lettland und Litauen, aber auch die USA, die den Absatz ihres Flüssigerdgases in der EU fördern wollen, treten gegen die Pipeline auf, indem sie sie als ein für die Energiesicherheit der EU bedrohliches politisches Projekt bezeichnen. Die russische Seite hat ihrerseits mehrmals erklärt, dass Nord Stream 2 ein kommerzielles und wettbewerbsfähiges Projekt sei und keine Aussetzung des russischen Gastransits durch die Ukraine impliziere.

    ns/ae

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    Bau, Olaf Scholz, Nord Stream, Richard Grenell, Donald Trump, Finnland, Schweden, USA, Russland, Deutschland