10:23 26 Januar 2020
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    US-Sanktionen gegen Nord Stream 2 (40)
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    Die US-Sanktionen gegen Nord Stream 2 sind laut Kreml-Sprecher Dmitri Peskow inakzeptabel. Russland hofft darauf, dass dies die Vollendung des Projektes nicht verhindern wird.

    Kreml-Sprecher Dmitri Peskow äußerte sich zur aktuellen Situation um die Gaspipeline Nord Stream 2 wie folgt:

    „Wir gehen davon aus, dass ähnliche Sanktionen für uns inakzeptabel sind; und wir hoffen natürlich darauf, dass sogar solche Schritte nicht zur Verhinderung der Vollendung des Baus dieses wichtigen Projektes führen werden“.

    Damit beantwortete Peskow die Frage, wie lange die Pause im Bau dauern würde und ob Verhandlungen mit Allseas geführt werden.

    Ferner betonte Peskow, dass die amerikanischen Sanktionen nicht ohne Antwort bleiben würden. Aber es sei noch zu früh, um darüber zu sprechen.

    „Wie und wann das getan wird, ist eher eine Frage der nationalen Interessen Russlands. Wann es am meisten den nationalen Interessen unseres Landes entsprechen wird“, erläuterte er.

    Dazu, ob das Unternehmen Allseas beim Bau der Gaspipeline ersetzt werde, sagte Perskow, dass die Situation derzeit analysiert werde.

    „Hauptziel dieser Analyse ist die Vollendung des Baus dieser Pipeline.“

    Allseas stellt Verlegungsaktivität ein

    Am Samstag hatte die schweizerische Allseas Group erklärt, dass sie im Vorgriff auf die Verabschiedung des National Defense Authorization Act (NDAA) ihre Verlegungsaktivitäten für Nord Stream 2 eingestellt habe.

    Kontroverse Angaben

    Am Montag berichteten russische Medien unter Berufung auf Bloomberg mit Verweis auf einen Sprecher, dass das schweizerische Unternehmen seine Schiffe, die an der Verlegung von Nord Stream 2 beteiligt sind, abgezogen habe. Zum Zeitpunkt der Verbreitung dieser Berichte in russischen Medien gab es auf der offiziellen Webseite von Bloomberg keinen entsprechenden Artikel.

    Später erschien zum Thema ein weiterer Bloomberg-Artikel im Internet, in dem ebendies bestätigt wurde, allerdings ohne Quellenangabe.

    US-Sanktionen gegen Nord Stream 2

    US-Präsident Trump hatte am Freitag den neuen Verteidigungshaushalt unterzeichnet und damit die darin enthaltenen Sanktionen gegen Nord Stream 2 und Turkish Stream in Kraft gesetzt. Sie richten sich gegen Firmen, die am Verlegen der Pipelines beteiligt sind, sowie deren Eigner. Als Strafmaßnahmen sind Einreiseverbote und das Einfrieren von Vermögen in den USA vorgesehen.

    Nord Stream 2

    Das Nord Stream 2-Projekt umfasst den Bau von zwei Strängen einer Gaspipeline mit einer Gesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr von der russischen Küste durch die Ostsee nach Deutschland.

    Die Leitung verläuft in Territorialgewässern von Deutschland, Finnland, Schweden, Dänemark und Russland und kostet rund zehn Milliarden Euro. Sie wird je zur Hälfte vom russischen Energieriesen Gazprom und den fünf europäischen Unternehmen OMV, Wintershall Dea, Engie, Uniper und Shell finanziert.

    ak/ae/sna

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