22:50 03 Juli 2020
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    Spitzenpolitiker Südkoreas, Chinas und Japans haben am Dienstag bei einem Gipfel im chinesischen Chengdu ihre Absicht bekräftigt, zur Denuklearisierung der Koreanischen Halbinsel auch weiterhin beizutragen und dabei enger zu kooperieren. Das teilte die Agentur Yonhap mit.

    „Es hat ein eingehender Dialog, darunter auch über die Sicherheitsbedingungen auf der Korea-Halbinsel, stattgefunden (…). Die drei Länder werden weiter gemeinsam arbeiten, um das Problem auf politischem Wege zu lösen“, erklärte der chinesische Premier, Li Keqiang, bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit dem südkoreanischen Präsidenten, Moon Jae-in, und dem japanischen Premier, Shinzo Abe, am Rande des Gipfels.

    Auch Südkoreas Präsident Moon Jae-in bestätigte die Absicht der drei Länder, bei der Lösung des Problems der Denuklearisierung zusammenzuarbeiten.         

    „Wir teilen die Meinung, dass die Wiederherstellung des Friedens auf der Korea-Halbinsel im Interesse aller drei Staaten ist, und haben vereinbart, gemeinsame Anstrengungen zu unternehmen, um einen wesentlichen Fortschritt bei der Denuklearisierung und bei der Erzielung von Frieden mittels der möglichst schnellen Wiederaufnahme eines Dialogs zwischen Nordkorea und den USA zu erlangen“, erklärte er.    

    Trilateraler Gipfel

    Der trilaterale Gipfel Südkoreas, Chinas und Japans fand am 23. und 24. Dezember in Chengdu, der Hauptstadt der chinesischen Provinz Sichuan, statt. Die Seiten hätten die Zusammenarbeit der drei Länder, die Lage in Nord-Ost-Asien und in anderen Regionen zur Erörterung gebracht, so die Agentur.

    Der südkoreanische Präsident, Moon Jae-in, habe separate Treffen mit dem chinesischen Premier, Li Keqiang, dem Vorsitzenden der VR China, Xi Jinping, und dem japanischen Ministerpräsidenten,  Shinzo Abe, abgehalten.

    Atomgespräche zwischen USA und Nordkorea ins Stocken geraten

    Die Gespräche über die Denuklearisierung zwischen der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK) und den Vereinigten Staaten sind ins Stocken geraten, nachdem die nordkoreanische Delegation die Atomgespräche in Schweden vom Anfang Oktober abgebrochen und Washington dabei vorgeworfen hatte, „mit leeren Händen“ zu den Verhandlungen gekommen zu sein.

    Die US-amerikanische Seite wies die Vorwürfe zurück: Die Diskussionen seien „gut“ gewesen und hätten eine Reihe von neuen „kreativen Ideen“ zutage gebracht, hieß es.

    Später drohte das nordkoreanische Außenministerium mit der Aussetzung der Verhandlungen, sollten die USA ihre „feindselige Politik“ nicht aufgeben und keine wirklichkeitsnahe Lösung zur Denuklearisierung sowie keine Sicherheitsgarantien bis zum Jahresende anbieten.

    Wenn es keine Verhandlungsvorschläge vonseiten der USA geben werde, werde man einen „neuen Weg“ gehen und den USA ein „unerwünschtes Weihnachtsgeschenk“ machen, hieß es.

    Im Dezember hatte Pjöngjang bereits von zwei „äußerst wichtigen“ Tests auf dem Raketenstartgelände Sohae berichtet. Expertenschätzungen zufolge könnte es sich dabei um den Test eines neuen Triebwerkes für eine ballistische Interkontinentalrakete handeln.   

    Gipfeltreffen zwischen Pjöngjang und Washington

    US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un hatten Ende Juni bei einem Treffen an der innerkoreanischen Grenze Verhandlungen auf Arbeitsebene vereinbart. Im Februar war ein Gipfeltreffen der beiden in Vietnam gescheitert. Beide kamen in der zentralen Frage der atomaren Abrüstung auf keinen grünen Zweig.

    ns/ae

     

     

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    Tags:
    Donald Trump, Kim Jong Un, Xi Jinping, Shinzo Abe, Koreanische Halbinsel, Denuklearisierung, Japan, Südkorea, Nordkorea, südkoreanische Agentur Yonhap