06:49 24 Januar 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    6237
    Abonnieren

    Rebellen der politisch-militärischen Bewegung „Ansar Allah“ (Huthis) haben Frankreich vorgeworfen, in den jüngsten Beschuss eines Marktes in der Provinz Sada (auch Saada, Sadah) im Nordwesten des Jemen verwickelt gewesen zu sein.

    „Das Vorgehen Frankreichs hat dazu geführt, dass mehr als 38 Menschen bei einem Artilleriebeschuss des Marktes Al-Raqu in der administrativen Grenzregion (zu Saudi-Arabien – Anm. d. Red.) Munabih in der Provinz Sada ums Leben kamen oder verletzt wurden“, twitterte das Mitglied des Obersten politischen Komitees der Huthis, Mohammed Ali al-Houthi.

    „Die Nutzung von französischen Waffen und Erfahrung sind ein Verbrechen, vor dem das französische Gesetz im Austausch gegen Waffendeals die Augen verschließt“, fügte er hinzu.

    Markt und Beschuss

    Zuvor war mitgeteilt worden, dass am Dienstag beim Beschuss eines Marktes in der Provinz Sada durch die von Saudi-Arabien angeführte Koalition 17 Menschen ums Leben gekommen seien. Zwölf davon sollen Migranten aus Afrika gewesen sein.

    Krieg im Jemen

    Der Konflikt zwischen den Huthi-Rebellen der schiitischen Bewegung „Ansar Allah“ und der Regierung des Jemen dauert seit 2014 an. Die arabische Koalition unter Führung Saudi-Arabiens war im März 2015 in den Jemen einmarschiert und kämpft seitdem auf der Seite von Präsident Abd-Rabbu Mansur Hadi.

    Laut den Vereinten Nationen hat die Krise zur größten humanitären Katastrophe der Gegenwart geführt. 24 Millionen Menschen, davon 12,3 Millionen Kinder, benötigen lebenswichtige Hilfe. 14 Millionen sind akut von Hungersnot bedroht. Seit April 2017 wurden mehr als 1,3 Millionen Cholera-Verdachtsfälle registriert.

    ak/sb/sna

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Oktober 2000, Fernost: Kampfjet Su-24 blamiert die Navy bis auf den Kiel
    „Was sollen wir mit Litauen?“ – Russlands Außenminister a.D. Iwanow in Berlin
    Polen bildet Sonderstab zum Monitoring von Putins Handeln bei Welt-Holocaust-Forum
    Tags:
    Frankreich, Tote und Verletzte, Markt, Attacke, Saudi-Arabien, Jemen, Huthi-Rebellen