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    Die offizielle Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hat das Vorgehen der estnischen Behörden gegen die Journalisten der Nachrichtenagentur Sputnik Eesti als Hetze bezeichnet, denn „sie haben weder Gesetze des Landes noch die professionelle Ethik verletzt“.

    Sacharowa hat am Donnerstag bei dem turnusmäßigen wöchentlichen Briefing der Außenamtsbehörde zu aktuellen Fragen der Außenpolitik eine gelbe Weste getragen und sich so dem Flashmob zur Unterstützung von Sputnik Eesti angeschlossen.

    „Diese Hetze, eine wahre Hetze, die aktuell nicht nur hinsichtlich der Organisation Sputnik Eesti, sondern eines jeden Mitarbeiters betrieben wird, der zur Arbeit geht, ist unzulässig. Versetzen Sie sich da hinein, so wie Sie heute diese Westen mit der Inschrift ‚Sputnik‘ angezogen haben“, betonte Sacharowa auf dem Briefing.

    „Wie ist es, sich an der Stelle der Mitarbeiter zu empfinden, die, statt sich auf die Festlichkeiten vorzubereiten und dabei ihre Arbeit qualitativ auszuführen, über ihre Zukunft nachdenken, wobei sie – ich wiederhole - kein einziges Gesetz – weder des Aufenthaltslandes noch das mit der professionellen Ethik verbundene Gesetz - verletzt hatten“, ergänzte die Außenamtssprecherin.

    Der Exekutivdirektor der Internationalen Nachrichtenagentur Rossiya segodnya, Kirill Wyschinski, hatte zuvor ein Flashmob zur Unterstützung des Portals Sputnik Eesti gestartet.

    Das Symbol des Flashmobs „SputnikKraft“ sind eine in Gelb gefärbte Kugelhantel, auf der auf Englisch geschrieben ist: „Got You Covered!“, und eine gelbe Weste geworden.

    Der Aktion hatten sich bereits das Mitglied des Komitees für internationale Angelegenheiten der Staatsduma Russlands, Jewgeni Primakow,  der Publizist Armen Gasparjan, der Chef des Fonds für Verteidigung der nationalen Schätze und der Chef der Kommission der Gesellschaftskammer für die Entwicklung der Informationsgemeinschaft, Medien und Massenkommunikationen, Alexander Malkewitsch, angeschlossen.

     Flashmob zur Unterstützung des Portals Sputnik Eesti – Journalisten tragen Sputnik-Westen
    © Sputnik / Ramil Sidtikov
    Flashmob zur Unterstützung des Portals Sputnik Eesti – Journalisten tragen Sputnik-Westen

    Die Mitarbeiter von Sputnik Eesti haben von der Leitung des Departments der Polizei und des Grenzschutzes des Landes Briefe mit direkten Drohungen erhalten, gegen sie Strafverfahren einzuleiten – im Fall, sollten sie nicht bis zum 1. Januar 2020 ihr Arbeitsverhältnis mit ihrer Kopforganisation – der Internationalen Nachrichtenagentur „Rossiya segodnya“ - einstellen.

    Als Begründung derartiger Aktionen werden Sanktionen genannt, die von der Europäischen Union am 17. März 2014 gegen eine Reihe von natürlichen und juristischen Personen angesichts der Ereignisse in der Ukraine eingeführt worden waren.

    Die Chefredakteurin der Internationalen Nachrichtenagentur „Rossiya segodnya“ und des TV-Senders RT, Margarita Simonjan, hatte sich an die estnische Präsidentin Kersti Kaljulaid gewandt und dazu aufgerufen, die Inhaftierung von Journalisten nicht zuzulassen.

    Russlands Präsident Wladimir Putin erklärte in seinem Kommentar hinsichtlich der Situation um Sputnik Eesti, dass die russischen Behörden alles tun werden, um Sputnik bei seiner Arbeit in anderen Ländern zu unterstützen.

    Eine ranghohe Quelle in Moskau hatte zuvor gegenüber der Agentur RIA Novosti erklärt, dass mit dem Vorgehen der estnischen Behörden britische Betreuer zu tun hätten.

    Dies werde zur Kenntnis genommen, um in nächster Zeit symmetrische Maßnahmen gegenüber den britischen Medien in Russland zu unternehmen.

    ek/mt

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    Tags:
    Kurator, Margarita Simonjan, Hetze, Maria Sacharowa, Sputnik Estland