01:46 20 Januar 2020
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    Größeren US-amerikanischen und internationalen Auftragnehmern, die am Wiederaufbau von Afghanistan beteiligt waren, wird angelastet, die radikale Taliban-Bewegung für Schutzdienste bezahlt zu haben. Die überwiesenen Gelder könnten später für Angriffe auf die US-Truppen verwendet worden sein. Darüber schreibt die „Wall Street Journal“ am Freitag.

    Nach Angaben der US-Zeitung wurde am selben Tag ein diesbezüglicher Klageantrag beim Föderalen Gericht eingereicht. Als Kläger treten die Angehörigen von 143 US-amerikanischen Soldaten und Söldnern auf, die im Zeitraum 2009 bis 2017 in Afghanistan getötet oder verletzt wurden.

    Wie die Kläger behaupten, haben die genannten Unternehmen wiederholt Geldmittel an afghanische Unterauftragnehmer überwiesen, die ihrerseits   Taliban-Teilnehmer bezahlt bzw. angeworben haben. Auf solche Weise hätten die Auftragnehmer an der Sicherheit ihrer Ressourcen und ihres Personals sparen können – „und das ungeachtet des Umstandes, dass diese Gelder es den Terrorkämpfern ermöglichten, Attacken gegen die US-amerikanischen Truppen und auch gegen nicht engagierte Firmen vorzunehmen“, hieß es.

    Unter den Unternehmen, gegen die geklagt wird, befinden sich zwei Auftragnehmer der US-Agentur für internationale Entwicklung USAID: DAI Global LLC und Louis Berger Group. Die beiden Unternehmen haben seinerzeit über die Bereitstellung von rund einer Milliarde US-Dollar zur Unterstützung der Entwicklung von Afghanistan im Zeitraum von 2007 bis 2009 Rechnung abgelegt.

    Die im Klageschreiben genannten Auftragnehmer haben jeglichen Kommentar dazu verweigert.

    ls/sb

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    Tags:
    US-Truppen, Taliban, Wall Street Journal, USA, Afghanistan