01:12 20 Januar 2020
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    Laut dem Stabschef der iranischen Arme, Admiral Habibollah Sayyari, beabsichtigen der Iran, Russland und China, auch in Zukunft gemeinsame militärische Übungen durchzuführen. Dies geht aus einer auf der Webseite der iranischen Armee am Samstag veröffentlichten Mitteilung hervor.

    „Das Marine-Manöver des Irans, Russlands und Chinas im nördlichen Teil des Indischen Ozeans ist definitiv nicht das letzte“, so Habibollah Sayyari. 

    Während der laufenden gemeinsamen Übung der Seestreitkräfte der drei Länder würden Methoden und Ansätze entwickelt, die künftige Manöver ermöglichen würden. Dabei merkte der iranische Armeestabschef an, dass das Manöver nicht auf die Absicht dieser Staaten hindeute, eine Koalition zu bilden.

    Zudem gab Sayyari an, dass alle im Raum der gemeinsamen Übung des Irans, Russlands und Chinas gesichteten Aufklärungsflugkörper zerstört würden.

    „Natürlich möchten viele Länder wissen, was dort (beim Manöver – Anm. d. Red.) vor sich geht. Auch Späher sind aktiv geworden, aber die gemeinsame Übung ist kein Witz, und wir machen keine Witze. Jeder (im Bereich der Übung aufgetauchte – Anm. d. Red.) Körper – sowohl ein Schwimmapparat als auch ein Flugkörper – wird abgeschossen. Das haben wir bereits demonstriert“, sagte der Admiral weiter.

    „Sicherheitsgürtel der Meere“

    Das gemeinsame Marine-Manöver des Irans, Russlands und Chinas unter dem Namen „Sicherheitsgürtel der Meere“ hat am Freitag im nördlichen Teil des Indischen Ozeans und im Golf von Oman im Arabischen Meer begonnen und wird bis zum 30. Dezember dauern.

    Ziel der Übungen sei es, Maßnahmen zur Bekämpfung von Terrorismus und Piraterie sowie zur Gewährleistung der Sicherheit abzuarbeiten, sagte zuvor Kazem Jalali, der neue iranische Botschafter in Russland, gegenüber der Agentur RIA Novosti.

    Der iranische Außenminister Mohammad Javad Sarif hatte bei seinem Besuch in Moskau betont, dass das Manöver nicht gegen andere Länder gerichtet sei.

    Zuvor teilte das Pentagon gegenüber RIA Novosti mit, die Vereinigten Staaten würden das gemeinsame Manöver von Russland, China und dem Iran im Golf von Oman im Arabischen Meer beobachten und seien bereit, die Freiheit der Seefahrt in der Region zu gewährleisten.

    US-geführte Mission im Persischen Golf

    Ende Juli hatten die USA die Gründung einer Koalition zum Schutz der internationalen Schifffahrt im Persischen Golf angekündigt. Ziel sei es, Seehandelswege offen zu halten, hieß es damals.

    Mittlerweile soll die „Operation Sentinel“ genannte Mission, an der neben dem US-Militär auch Kräfte aus Großbritannien, Australien, Saudi-Arabien und Bahrain beteiligt sind, in vollem Gang sein. Die USA seien zudem mit mehreren anderen Ländern im Gespräch und würden davon ausgehen, dass sich noch weitere Staaten der Mission anschließen würden, hieß es weiter.

    Berichten zufolge wird wahrscheinlich Anfang 2020 auch Südkorea eine Truppengruppierung entsenden, damit diese an der von den USA geführten Mission zum Schutz von Handelsschiffen auf den Wasserwegen im Nahen Osten teilnehmen könne.

    „Koalition der Hoffnung“

    Vor diesem Hintergrund hatte der iranische Präsident Hassan Rohani im Seprember bei seiner Rede vor der UN-Generalversammlung in New York Teherans Position zu regionalen und internationalen Fragen dargelegt und einen Plan für die Herstellung des Friedens in der Region unter dem Titel „Hormus-Friedensinitiative“ oder „Initiative der Hoffnung“ vorgestellt.

    Der iranische Regierungssprecher Ali Rabie'i hatte damals betont, dass die iranische Initiative, die sogenannte „Koalition der Hoffnung“, gegen kein Land gerichtet sei. und dass diese Initiative die anti-iranische, provokative und feindselige US-Allianz im Persischen Golf ersetzen solle.

    pd/sb/sna/

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    Hassan Rohani, Straße von Hormus, Koalition, USA, gemeinsam, Manöver, China, Russland, Iran