18:49 18 Januar 2020
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    Die vom Westen verhängten Sanktionen und die schwächelnde Wirtschaft lassen die Zahl deutscher Firmen in Russland weiter sinken, wie die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK) am Sonntag in Moskau mitteilte.

    Seit Ende 2018 sei die Zahl der Firmen mit deutschem Kapital in Russland um acht Prozent auf 4274 zurückgegangen, berichtete die AHK unter Berufung auf die russische Steuerbehörde.

    Vor Beginn des Ukraine-Konflikts 2014 waren demnach fast 6200 deutsche Unternehmen in Russland registriert. Seither sinke die Zahl mit jedem Jahr. „Amerika sollte aufhören, auf Kosten deutscher und europäischer Unternehmen immer weiter an der Sanktionsspirale zu drehen, wie es Washington zuletzt mit den Sanktionen gegen Nord Stream 2 getan hat“, sagte AHK-Vorstandschef Matthias Schepp.

    Er sprach zugleich von positiven Tendenzen. „Deutsche Firmen investieren nach wie vor stark in Russland. Die Quantität der Unternehmen geht zurück, die Qualität des Engagements aber steigt“, betonte Schepp.

    Die EU, die USA und andere Staaten haben wegen des Ukraine-Konflikts Sanktionen gegen Russland erlassen. Zudem schwächelt die Konjunktur im größten Land der Erde. Die deutsche Wirtschaft mahnt auch Reformen in Russland für mehr wirtschaftliche Freiheit an.

    ls/dap/mt

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    Tags:
    Nord Stream 2, EU, USA, Russland, Deutschland