10:31 18 Januar 2020
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    Nachrichtenüberblick: Esken lehnt mehr Bundeswehr in Afrika ab; Deutlich weniger Großspenden für politische Parteien; Offensive Maßnahmen für Sicherheit Nordkoreas; USA bestätigen Drohnenangriffe auf Al-Shabaab in Somalia; Drei Tote nach Schüssen in texanischer Kirche; Hunderttausende fordern Absage des Silvesterfeuerwerks in Sydney

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Montag geschehen ist.

    Esken lehnt mehr Bundeswehr in Afrika ab

    Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken hat den Vorstoß von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer für ein umfassenderes Mandat der Bundeswehr in der südlichen Sahara zurückgewiesen. Sie akzeptiere keine undurchdachten Militäroffensiven und keine Redefinition der deutschen Außenpolitik aus dem Verteidigungsministerium, sagte sie gegenüber der FAZ. Wie bei ihrem Vorstoß zu Syrien agiere die CDU-Vorsitzende wieder ohne Absprache in der Regierung, fügte Esken hinzu.

    Deutlich weniger Großspenden für politische Parteien

    Die im Bundestag vertretenen Parteien haben in diesem Jahr einen starken Einbruch bei Großspenden hinnehmen müssen. Die Gesamtsumme ging von rund 3,1 Millionen auf 1,2 Millionen Euro zurück. Besonders hart traf es CDU und CSU. Die CDU hatte 2018 rund eine Million Euro an Großspenden eingenommen, nun hingegen nur noch 335.002 Euro. Und die CSU, die 2018 noch von einem Spender mit 625.000 Euro bedacht worden war, musste sich 2019 mit 95.000 Euro begnügen. Wie schon im Vorjahr erhielt die AfD auch 2019 keine einzige Großspende. Die Zahlen hat der Bundestag auf seiner Internetseite veröffentlicht.

    Offensive Maßnahmen für Sicherheit Nordkoreas

    Inmitten der stockenden Atomgespräche mit den USA hat Nordkoreas Machthaber, Kim Jong Un, führende Funktionäre der herrschenden Arbeiterpartei zu Offensivmaßnahmen für die nationale Sicherheit aufgerufen. Zugleich verwies Kim auf die ernste Situation, in der sich die Industrie des Landes befinde, wie die Staatsmedien heute berichteten. Er habe die Aufgaben angewiesen, dies zu korrigieren. Welche Maßnahmen er konkret damit meinte, wurde nicht genannt.

    USA bestätigen Drohnenangriffe auf Al-Shabaab in Somalia

    Für Luftangriffe auf Kämpfer der islamistischen Terrormiliz Al-Shabaab in Somalia sind Drohnen des US-Militärs eingesetzt worden. Die US-Kommandozentrale für Einsätze in Afrika bestätigte, dass die Vergeltungsangriffe nach dem Sprengstoffanschlag in Mogadischu mit der Regierung des ostafrikanischen Landes abgestimmt worden seien. Insgesamt wurden drei Luftangriffe geflogen, dabei seien vier Terroristen getötet worden. Darunter soll auch ein ranghoher Kommandeur der Miliz sein. Bei dem Anschlag in Mogadischu waren vorgestern knapp 100 Menschen getötet worden.

    Drei Tote nach Schüssen in texanischer Kirche

    Während eines Gottesdienstes hat ein Mann in einer Kirche im US-Bundesstaat Texas wahllos das Feuer eröffnet und zwei Menschen tödlich getroffen. Der Schütze wurde von privaten Wachmännern der Kirche erschossen, seine Opfer erlagen ihren Verletzungen im Krankenhaus, erklärte die Polizei auf einer Pressekonferenz. Der Vorfall ereignete sich im Ort White Settlement in der Nähe der Stadt Fort Worth bei Dallas. Zur Identität und den Motiven des polizeibekannten Täters gab es bisher keine Angaben.

    Hunderttausende fordern Absage des Silvesterfeuerwerks in Sydney

    Kurz vor Silvester dringen Politiker und Hunderttausende Einwohner Australiens darauf, das Neujahrs-Feuerwerk in Sydney wegen der anhaltenden Buschfeuer abzusagen. Das Risiko sei zu hoch. Man müsse die erschöpften Freiwilligen der Feuerwehr respektieren, schrieb der stellvertretende Premierminister des Bundesstaates New South Wales, John Barilaro, heute auf Twitter. Die australische Hauptstadt Canberra sowie viele kleinere Städte hätten ihre Silvesterfeuerwerke wegen der Feuergefahr bereits abgesagt, argumentierte er. Dem solle auch Sydney als Hauptstadt von New South Wales folgen. Eine Online-Petition, die eine Absage des Feuerwerks in der Küstenmetropole fordert, hatte bis heute Morgen mehr als 270.000 Unterschriften erhalten. Die Initiatorin Linda McCormick will erreichen, dass das normalerweise für die Knaller ausgegebene Geld stattdessen der Feuerwehr sowie betroffenen Landwirten und Tierschutzorganisationen zugutekommt. Sydneys Stadtverwaltung hatte Berichten zufolge im vergangenen Jahr rund 5,8 Millionen Australische Dollar, etwa 3,6 Millionen Euro, für die Feuerwerksshow ausgegeben.

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    Tags:
    Sydney, USA, Deutschland