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    Kiew hat nach dem unlängst unterzeichneten neuen Gastransitvertrag mit der Beförderung von russischem Gas nach Europa begonnen. Das teilte der ukrainische Fernnetzbetreiber TSO LCC am Mittwoch mit.

    „Wir haben die ersten Kubikmeter Gas im Rahmen des neuen Transitvertrages bereits nach Europa transportiert, ab nun in Übereinstimmung mit den europäischen Regeln an zwischenstaatlichen Orten“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens auf Facebook.

    Zuvor hatte der Chef des ukrainischen Fernnetzbetreibers TSO LCC, Sergiy Makogon, via Facebook mitgeteilt, dass die erste Nacht der Arbeit des Unternehmens routinemäßig verlaufen sei.  

    Russisch-ukrainischer Gastransitvertrag

    Am Montag hatten Russland und die Ukraine einen Vertrag für den Transit von russischem Gas nach Europa ab dem 1. Januar 2020 unterzeichnet. Es ist das erste Abkommen zwischen Kiew und Moskau seit mehr als fünf Jahren. In diesem Zeitraum soll die Ukraine mehr als sieben Milliarden US-Dollar (6,2 Milliarden Euro) erwirtschaften.

    Die Seiten einigten sich über das Durchpumpen von 65 Milliarden Kubikmetern Gas im Jahr 2020 und von 40 Milliarden Kubikmetern pro Jahr von 2021 bis 2024. Als Gegenleistung für die Auszahlung einer fast drei Milliarden Dollar schweren Strafe durch Gazprom hatte die Ukraine versprochen, alle anderen Finanzansprüche in Höhe von 19 Milliarden Dollar zurückzurufen.

    Der Transitvertrag für die sichere Versorgung Europas und vor allem Deutschlands gilt für fünf Jahre. Der aktuelle Gastransitvertrag lief am 31. Dezember aus.

    Ukrainischer Fernnetzbetreiber TSO LCC

    Nach dem Inkrafttreten des Gesetzes über die Gründung des unabhängigen Betreibers TSO LCC durch die Trennung seiner Abteilung vom ukrainischen Energieversorger Naftogaz startete der Prozess zur Bildung einer einzelnen juristischen Person.

    Die Funktionen der Instandhaltung des Gastransportsystems wurde von der Aktiengesellschaft „Ukrtransgas“ an den Fernnetzbetreiber TSO LCC übergeben. Um den Prozess der Trennung (unbundling) abzuschließen, musste der neue Betreiber Lizenzen zur Ausübung der Tätigkeiten erhalten und sich zertifizieren lassen.

    Der Übergang Kiews zu den neuen europäischen Regeln zur Verwaltung des Gastransportsystems war eine der wichtigsten Bedingungen für die Fortsetzung des Transits von russischem Gas durch die Ukraine nach Europa. 

    Im Oktober hatte die Werchowna Rada (das ukrainische Parlament) ein Gesetz über die Trennung des ukrainischen Gastransportsystems von Naftogaz verabschiedet.

    ns/ae

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    Tags:
    Ukrtransgas, Transit, Europa, Gazprom, Naftogaz, Ukraine, Russland