19:18 25 Januar 2020
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    Das geistliche Oberhaupt des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, hat die Androhungen des US-Präsidenten Donald Trump kommentiert.

    Zuvor hatte Trump geäußert, er möchte keinen Krieg gegen den Iran, dem die USA vorwerfen, hinter den jüngsten gewaltsamen Protesten rund um die US-Botschaft in Bagdad zu stecken. Außerdem warnte er, Teheran würde vollständig die Verantwortung für mögliche Todesopfer oder materiellen Schaden tragen, der einer US-Einrichtung zugefügt werden könnte. Seine Äußerung sei nicht als Warnung, sondern als eine Androhung zu verstehen, betonte der US-Staatschef.

    Nun ging Chamenei auf die Verwarnungen des US-Präsidenten ein:

    „Der Iran strebt zwar keinen Krieg an. Sollte jedoch jemand die Interessen, die Größe und den Fortschritt der iranischen Nation gefährden, so werden wir dem einen unverzüglichen schweren Schlag versetzen“, äußerte der Oberste Führer des Landes. Die Erklärung wurde auf seiner offiziellen Webseite veröffentlicht.

    Die jüngsten Äußerungen von Seiten der USA seien irrational. Eine weitere Hass- und Unzufriedenheitsspirale in Bezug auf die Vereinigten Staaten sei wegen deren „Verbrechen“ „selbstverständlich“, so das iranische Staatsoberhaupt.

    Luftangriffe auf Einrichtungen von Kataib Hisbollah”

    Am Sonntag hatten die Vereinigten Staaten fünf Einrichtungen der irakisch-schiitischen Miliz „Kataib Hisbollah” im Irak und in Syrien angegriffen, die das Pentagon für die Attacke auf einen US-Militärstützpunkt verantwortlich macht, bei dem ein US-Bürger und vier US-Soldaten verletzt worden waren.

    Laut einem Sprecher der Miliz kamen bei dem US-Luftangriff mindestens 24 Menschen ums Leben, 50 weitere wurden verletzt.

    Proteste vor der US-Botschaft im Irak

    Nach der Beerdigung der getöteten Mitglieder von „Kataib Hisbollah“ kam es zu Protesten vor der US-Botschaft in Bagdad. Am Dienstag überwanden die Protestierenden sogar den Zaun der US-Botschaft. Nach Angaben des Außenministeriums der Vereinigten Staaten kam kein US-Diplomat zu Schaden.

    Washington machte die iranischen Behörden für den versuchten Ansturm verantwortlich, Teheran wies die Vorwürfe zurück. Zur Unterstützung der Soldaten, die die US-Botschaft in Bagdad bewachen, wurde ein zusätzliches Militärkontingent von Kuwait aus verlegt. Nach Angaben des TV-Senders Fox News könnten in den nächsten Tagen bis zu 4000 US-Soldaten nach Bagdad verlegt werden.

    asch/ae

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    Proteste, Vorwürfe, Androhung, Drohung, US-Botschafter, Botschaft, Angriff, Ajatollah Ali Chamenei, Donald Trump, USA