21:00 21 Januar 2020
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    Der Vorsitzende des irakischen Parlaments, Mohammed al-Halbousi, hat erklärt, dass die Luftschläge der USA, bei denen der iranische General Qassem Soleimani getötet wurde, eine grobe Verletzung der Souveränität des Landes seien. Dies meldet der TV-Sender Al-Sumaria.

    Nach al-Halbousis Worten sei das Geschehene ein grober Verstoß gegen die Souveränität des Iraks und gegen internationale Vereinbarungen. Er appellierte an die Regierung, nötige gesetzliche und politische Schritte zu unternehmen sowie Maßnahmen im Sicherheitsbereich zu ergreifen, um „derartige Angriffe“ zu stoppen.

    Darüber hinaus unterstrich al-Halbousi, dass der Irak „kein Gefechtsfeld und keine Seite in irgendwelchem regionalem oder internationalem Konflikt werden darf“.

    Zuvor hatte das Pentagon bestätigt, dass die USA eine Operation gegen den Chef der Spezialeinheit „al-Quds“ des iranischen Korps der islamischen Revolutionsgarden, Qassem Soleimani, geführt hätten. Nach Angaben des iranischen Botschafters im Irak, Iradsch Masdschidi, seien infolge der Schläge nahe Bagdad insgesamt 12 Menschen getötet worden. Unter den Getöteten befand sich außer Soleimani auch der Vizekommandeur der Volksmiliz Abu Mahdi al-Muhandis, den der US-Außenminister Mike Pompeo zuvor des Angriffs auf die US-Botschaft in Bagdad am 31. Dezember beschuldigt hatte. Der Oberste Führer des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, versprach Rache für den Tod von Soleimani.

    ek/mt/sna

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    Tags:
    Souveränität, Verletzung, Mike Pompeo, Ajatollah Ali Chamenei, Qassem Soleimani