01:37 20 Januar 2020
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    Wieder erscheint auf dem Markt ein Buch mit Insider-Blicken auf das Weiße Haus in der Trump-Ära. In seinem neuen Werk berichtet der Journalist Peter Bergen, wie der US-Präsident im Jahr 2017 seine Untergebenen vermeintlich ausschimpfte, weil sie ihn nicht über einen Anruf des russischen Staatschefs Wladimir Putin in Kenntnis gesetzt hatten.

    Laut dem Portal Business Insider schreibt der US-Journalist in seinem neuen Buch „Trump and his Generals: The Cost of Chaos” unter Berufung auf Insiderquellen, dass Trump am 27. Januar 2017 zusammen mit der britischen Regierungschefin Theresa May im Weißen Haus speiste. Sie soll gefragt haben, ob Putin bei ihm angerufen habe. Darauf schüttelte Trump verneinend den Kopf. Der neben ihm stehende Chef des Verteidigungs-Aufklärungsamtes, Michael Flynn, soll sich zu ihm gebeugt und gesagt haben, der russische Staatschef hätte vor mehreren Tagen angerufen.

    Verstimmt begann Trump, so Bergen weiter, Flynn und andere Mitarbeiter der Residenz zu kritisieren.

    „Soll das dein Scherz sein? Wladimir Putin versuchte mich anzurufen, und du hast mir den Hörer nicht hingehalten. Woran dachtest du?“, zitiert der Autor Trump.

    Flynn suchte sich zu rechtfertigen: In den letzten Tagen habe es allzu viele Anrufe im Weißen Haus gegeben. Aber Trump wollte ihm nicht zuhören. Er bezeichnete Putin als „den einzigen Menschen auf der Erde, der die USA vernichten könnte“. Trump habe seinen Unmut über die Entscheidung des Personals geäußert, das Telefongespräch mit Putin zu verschieben, so Bergen.

    Das erste Telefongespräch zwischen Putin und Trump hatte im November 2016 stattgefunden. Die Gesprächspartner einigten sich darauf, gemeinsam auf die Normalisierung der Beziehungen zwischen Russland und den USA hinzuarbeiten. Das erste persönliche Treffen der beiden Präsidenten fand am 7. Juli 2017 am Rande des G20-Gipfels in Hamburg statt.

    Generalleutnant a.D. Michael Flynn war vom 20. Januar bis 13. Februar 2017 als Nationaler Sicherheitsberater des US-Präsidenten tätig. Er musste wegen der Beschuldigung zurücktreten, den Inhalt seiner Gespräche mit dem damaligen russischen Botschafter in Washington, Sergej Kisljak, teilweise geheim gehalten zu haben. Wie Medien unter Berufung auf die US-Geheimdienste berichteten, soll Trumps Berater mit dem russischen Diplomaten über eine mögliche Aufhebung der US-Sanktionen gegen Russland gesprochen haben. Flynn wies diese Information zurück.

    ls/ms/sb

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    Tags:
    Business Insider (BI), Michael Flynn, Wladimir Putin, Donald Trump, Russland, USA