05:47 24 Januar 2020
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    Das britische Außenministerium empfiehlt den Bürgern des Königreichs, im Zusammenhang mit der durch die Tötung des iranischen Generals Qassem Soleimani hervorgerufenen erhöhten Spannung in der Region auf Reisen in den Irak und den Iran zu verzichten, heißt es in der am Samstag verbreiteten Erklärung des Außenamtes.

    Wegen des Mordes an dem iranischen General Soleimani sei die Spannung in der Region gewachsen, daher sei es empfehlenswert, alle Reisen in den Irak und den Iran zu unterlassen, wurde im Außenministerium betont.

    „Wir appellieren nachdrücklich an die Bürger Großbritanniens, wachsam zu bleiben und aufmerksam die Berichte in den Massenmedien zu verfolgen“, heißt es in der Erklärung.

    „Die erste Aufgabe der Regierung (des Vereinigten Königreichs – Anm. d. Red.) ist es, die Sicherheit der Briten zu gewährleisten. Unter Berücksichtigung der erhöhten Spannung in der Region empfiehlt das Außenministerium den Menschen, aktuell nicht in den Irak zu reisen – außer in das Irakische Kurdistan -, und sich sorgfältig zu überlegen, inwieweit es nötig ist, in den Iran zu reisen“, werden in der Erklärung die Worte des britischen Außenministers Dominic Raab angeführt.

    In der Nacht zum 3. Januar hatten die USA im Raum des internationalen Flughafen Bagdads eine Operation gegen den Oberbefehlshaber der Eliteeinheit der iranischen Armee, der Spezialkräfte „al-Quds“, General Soleimani, und gegen den Vizechef der irakischen schiitischen Volksmiliz, Abu Mahdi al-Muhandis, geführt, die in Washington zu den Beteiligten an der Vorbereitung der Angriffe auf die US-Botschaft in Bagdad am 31. Dezember 2019 gezählt werden.

    Teheran kündigt Vergeltung an

    Die iranische Führung hatte nach der Tötung Soleimanis Vergeltung angekündigt. Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei schrieb am Freitag in einem Beileidsschreiben, die Urheber der Attacke erwarte „eine schwere Rache“. Auch Irans Präsident Hassan Rohani warnte: „Zweifellos werden der Iran und andere unabhängige Staaten dieses schreckliche Verbrechen der USA rächen.“ Außenminister Mohammed Dschwad Sarif sagte auf Twitter voraus, die Ermordung Soleimanis werde zu einer Eskalation der Krise führen.

    „Grober Verstoß gegen die Souveränität des Iraks“ – Mohammad al-Halbousi

    Der Vorsitzende des irakischen Parlaments, Mohammed al-Halbousi, hat erklärt, dass die Luftschläge der USA, bei denen der iranische General Qassem Soleimani getötet wurde, eine grobe Verletzung der Souveränität des Landes seien. Dies meldete der TV-Sender Al-Sumaria.

    Nach al-Halbousis Worten sei das Geschehene ein grober Verstoß gegen die Souveränität des Iraks und gegen internationale Vereinbarungen. Er appellierte an die Regierung, nötige gesetzliche und politische Schritte zu unternehmen sowie Maßnahmen im Sicherheitsbereich zu ergreifen, um „derartige Angriffe“ zu stoppen.

    Darüber hinaus unterstrich al-Halbousi, dass der Irak „kein Gefechtsfeld und keine Seite in irgendwelchem regionalem oder internationalem Konflikt werden darf“.

    ek/mt/sna

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    Tags:
    Spannungen, Operation, Qassem Soleimani, USA, Iran, Irak