13:20 27 November 2020
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    Die Kampagne zur Assimilation der in Montenegro lebenden Serben und das umstrittene Gesetz über religiöse Vereinigungen bedrohen die nationalen Lebensinteressen Serbiens, erklärte der serbische Präsident Aleksandar Vučić, am Samstag in Belgrad auf einer Sonderpressekonferenz.

    Vučić betonte, es sei ein Lebensinteresse für Serbien, dass das serbische Volk in Montenegro erhalten werde. Es gehe darum, auf die harte Kampagne zur Assimilation der Serben verantwortungsvoll, seriös und würdig zu antworten. Es gehe darum, die Kraft der serbischen Bevölkerung in Montenegro zu bewahren und dabei den staatsrechtlichen Status des Landes nicht zu gefährden.

    Vučić hat nach eigenen Worten die Absicht aufgegeben, während der Vorfeier der orthodoxen Weihnachten den Norden von Montenegro zu besuchen und dort unter den hiesigen Serben an dem Fest teilzunehmen.

    Der serbische Präsident hatte sich kurz vor der Pressekonferenz mit Patriarch Irenäus von Serbien getroffen.

    Das montenegrinische Parlament (Skupština) hatte im Dezember 2019 mit den Stimmen der regierenden Koalition das Gesetz „Über die Freiheit des Glaubensbekenntnisses und die rechtliche Lage religiöser Gemeinden“ verabschiedet. Das Gesetz wurde vom Staatspräsidenten und Leiter der regierenden Demokratischen Partei der Sozialisten, Milo Djukanovic, unterzeichnet.

    Nach einem Handgemenge im Sitzungssaal des Parlaments wurden alle Abgeordneten der oppositionellen Demokratischen Front von der Polizei festgenommen. Seitdem finden täglich Proteste in Montenegro, Serbien, der Serbischen Republik (RS) und in Bosnien-Herzegowina statt.

    Die Metropolie von Montenegro und dem Küstenland der Serbisch-Orthodoxen Kirche hatte Ende Dezember bekanntgegeben, dass in allen orthodoxen Gotteshäusern des Landes bis hin zum Weihnachtsfest alle zwei Stunden das Trauergeläute stattfinden und nach dem jeweiligen abendlichen Gottesdienst ein Sondergebet für die Serbisch-Orthodoxe Kirche und die Gläubigen abgehalten wird.

    ls/mt

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    Tags:
    Parlament, Demokratische Front Montenegros, Aleksandar Vučić, Serbien, Montenegro