10:11 26 Januar 2020
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    Massive Eskalation in Nahost nach Mord an Soleimani – Alle Entwicklungen (67)
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    Der iranische Präsident Hassan Rohani hat während eines Telefonats mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan die Ansicht zum Ausdruck gebracht, dass es erforderlich sei, geeinigt gegen die USA zu agieren, um ihre „noch frecheren Aktionen“ nach dem Mord an General Qassem Soleimani nicht zuzulassen.

    „Unser Schweigen gegen die aggressiven Handlungen kann zu einer größeren Frechheit bei der Verübung von aggressiven Schritten führen“, sagte Rohani gegenüber Erdogan und unterstrich zugleich die Notwendigkeit, einstimmig gegen die Aggression der USA aufzutreten, die eine große Gefahr für die Region darstelle.

    In der Nacht zum 3. Januar hatten die USA im Raum des internationalen Flughafens von Bagdad eine Operation gegen den Kommandeur der Eliteeinheit der iranischen Armee, der Spezialkräfte „Al-Quds“, General Soleimani, und gegen den Vizechef der irakischen schiitischen Volksmiliz, Abu Mahdi al-Muhandis, geführt, die in Washington zu den Beteiligten an der Vorbereitung der Angriffe auf die US-Botschaft in Bagdad am 31. Dezember 2019 gezählt werden. Beide Militärs starben dabei.

    Teheran kündigt Vergeltung an

    Die iranische Führung hatte nach der Tötung Soleimanis Vergeltung angekündigt. Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei schrieb am Freitag in einem Beileidsschreiben, die Urheber der Attacke erwarte „eine schwere Rache“. Auch Irans Präsident Hassan Rohani warnte: „Zweifellos werden der Iran und andere unabhängige Staaten dieses schreckliche Verbrechen der USA rächen.“ Außenminister Mohammed Dschwad Sarif sagte auf Twitter voraus, die Ermordung Soleimanis werde zu einer Eskalation der Krise führen.

    „Grober Verstoß gegen die Souveränität des Iraks“ – Mohammad al-Halbousi

    Der Vorsitzende des irakischen Parlaments, Mohammed al-Halbousi, hat erklärt, dass die Luftschläge der USA, bei denen der iranische General Qassem Soleimani getötet wurde, eine grobe Verletzung der Souveränität des Landes seien. Dies meldete der TV-Sender Al-Sumaria.

    Nach al-Halbousis Worten sei das Geschehene ein grober Verstoß gegen die Souveränität des Iraks und gegen internationale Vereinbarungen. Er appellierte an die Regierung, nötige gesetzliche und politische Schritte zu unternehmen sowie Maßnahmen im Sicherheitsbereich zu ergreifen, um „derartige Angriffe“ zu stoppen.

    Darüber hinaus unterstrich al-Halbousi, dass der Irak „kein Gefechtsfeld und keine Seite in irgendwelchem regionalem oder internationalem Konflikt werden darf“.

    ek/mt/sna

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    Qassem Soleimani, Einigung, Recep Tayyip Erdogan, Aggression, USA, Hassan Rohani