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    Massive Eskalation in Nahost nach Mord an Soleimani – Alle Entwicklungen (67)
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    Der Präsident der Vereinigten Staaten Donald Trump hat dem Iran „schnelle und starke“ Militärschläge gegen 52 Objekte im Nahost-Land angedroht, falls Amerikaner oder amerikanische Einrichtungen von den iranischen Revolutionsgarden angegriffen werden sollten.

    „Wenn der Iran Amerikaner oder amerikanische Vermögensgegenstände angreift, so haben wir 52 iranische Standorte (die die 52 amerikanischen Geiseln repräsentieren, die der Iran vor vielen Jahren genommen hat) ins Visier genommen. Manche davon sind von sehr hohem Rang und sehr wichtig für den Iran und die iranische Kultur. Diese Ziele und der Iran selbst werden sehr schnell und sehr hart getroffen. Die USA wollen keine Drohungen mehr!“, schrieb der US-Präsident in seinem Twitter-Account.

    Die Zahl 52 ist eine Anspielung auf die Besetzung der US-Botschaft in Teheran im November 1979.

    ​Zuvor haben die Revolutionsgarden des Iran nach der gezielten Ermordung des iranischen Generals Qassem Soleimani, die auf Anordnung des US-Präsidenten Donald Trump erfolgt ist, den USA mit massiver Vergeltung gedroht. Es sollen Angriffe in der Straße von Hormus erwägt werden, wobei 35 US-Stellungen betroffen werden könnten.

    Der Iran werde die Amerikaner bestrafen, wo immer sie erreichbar seien, sagte zuvor der Kommandeur der Eliteeinheit in der Provinz Kerman, General Gholamali Abuhamseh der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge. Auch Irans geistliches Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei kündigte Vergeltung an.

    Kurze Zeit später kam am vierten Januar zu Raketenangriffen auf Bagdad und Balad. Offenbar war die US-Botschaft in der Hauptstadt Ziel der Angriffe. Mindestens ein Geschoss schlug in der Nähe des US-Botschaftsgebäudes ein. Nahezu zeitgleich trafen auch zwei Raketen die irakische Luftwaffenbasis Balad, 80 km nördlich von Bagdad, in der US-Streitkräfte stationiert sind. Opfer und Verletzte soll es nicht gegeben haben.

    Irans Top-General in Bagdad getötet

    Der iranische General Qassem Soleimani wurde in der Nacht zum Freitag bei einer US-Militäraktion nahe dem Flughafen von Bagdad getötet. Neben Soleimani sollen auch mehrere weitere Offiziere der iranischen Revolutionsgarden sowie der Anführer der irakischen Miliz „Al-Hashd Al-Sha'abi“ und Gründer der „Kataib Hisbollah” Abu Mahdi al-Muhandis getötet worden sein.Der Angriff ist auf Anordnung von US-Präsident Donald Trump ausgeführt worden. Das US-Verteidigungsministerium bezeichnete die Attacke als „Verteidigungsmaßnahmen“ zum Schutz des US-Personals im Irak.

    Der Tod Soleimanis hat die schweren Spannungen in der ohnehin konfliktreichen Region nochmals verschärft. Das irakische Parlament berät am Sonntag in einer Dringlichkeitssitzung über Forderungen nach einem Abzug der rund 5000 verbliebenen US-Truppen im Land.

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