02:48 07 Juli 2020
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    Massive Eskalation in Nahost nach Mord an Soleimani – Alle Entwicklungen (68)
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    Die schiitische Miliz Kataib Hisbollah hat am Wochenende mit Angriffen auf US-Militärbasen im Irak gedroht. In einer offiziellen Erklärung werden irakische Soldaten dazu aufgefordert, sich von den Stützpunkten fernzuhalten.

    Die irakischen Sicherheitskräfte sollten sich demnach ab Sonntag 17.00 Uhr (15.00 Uhr MEZ) mindestens 1000 Meter von amerikanischen Stützpunkten entfernen.

    Raketenangriffe am Samstag

    Nach der Tötung des iranischen Generals und Kommandeurs der Al-Quds-Brigaden Qassem Soleimani sind am Samstag im Irak Raketen eingeschlagen. In Bagdad soll laut Sicherheitskreisen mindestens ein Geschoss innerhalb der so genannten Green Zone, wo auch die US-Botschaft liegt, eingeschlagen sein. Ein weiteres Ziel war ein Stützpunkt in Balad, auf dem auch US-Soldaten stationiert sind. Sie seien dabei aber nicht verletzt worden. Ebenfalls eine Explosion gab es in Dschadria, einem Wohnviertel von Bagdad.

    Iranischer General in Bagdad getötet

    In der Nacht zu Freitag wurde der iranische Top-General Qassem Soleimani bei einer Militäraktion der USA in der irakischen Hauptstadt Bagdad getötet. Das US-Verteidigungsministerium bestätigte, der Angriff sei auf Anordnung von Präsident Donald Trump erfolgt.

    Durch den Luftschlag nahe des internationalen Flughafens von Bagdad soll auch der irakische Milizenführer Abu Mahdi al-Muhandis ums Leben gekommen sein. US-Außenminister Mike Pompeo beschuldigte ihn früher, für den Angriff auf die amerikanische Botschaft in Bagdad am 31. Dezember mitverantwortlich zu sein.

    Nach dem Vorgehen des US-Militärs in Bagdad drohten Irans oberster Führer, Ajatollah Ali Chamenei, und der Präsident Hassan Rohani schwere Rache an.

    jeg/mt/sna

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    Tags:
    Raketenangriff, Stützpunkte, USA, Kataib Hisbollah, Bagdad, Irak