03:39 20 Februar 2020
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    Die venezolanische Regierung hat am Sonntag einen Rivalen des selbsternannten Staatschefs Juan Guaido zum neuen Parlamentspräsidenten erklärt. Die Opposition bezeichnete den Schritt als „parlamentarischen Staatsstreich“, denn eigentlich wollte sie Guaido im Amt bestätigen.

    Die Abgeordneten aus seinem Umfeld seien am Betreten des Parlaments durch Barrikaden der Sicherheitskräfte gehindert worden, so die Nachrichtenagentur Reuters. Im Staatsfernsehen wurde gezeigt, wie Guaidos Widersacher Luis Parra in einer feierlichen Zeremonie seine Ernennung zum Parlamentschef verkündet.

    Ende Januar 2019 kam es in Venezuela zu Massenprotesten gegen Präsident Nicolas Maduro. Der Chef der von der Opposition kontrollierten Nationalversammlung, Juan Guaido, erklärte sich zum Interimspräsidenten des Landes. Mehrere westliche Staaten haben ihn als Übergangsstaatschef anerkannt. Russland, China, die Türkei und mehrere andere Länder bleiben auf der Seite des legitim gewählten Präsidenten Maduro.

    Nach Vermittlung der norwegischen Regierung hatten sich Unterhändler beider Seiten zuletzt mehrfach auf Barbados getroffen, um einen Ausweg aus der Krise zu suchen.

    jeg/mt/rtr

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    Tags:
    Opposition, Parlament, Juan Guaido, Venezuela