18:12 18 Januar 2020
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    Angesichts der Eskalation im Nahen Osten stellt Lettland die Ausbildung der irakischen Sicherheitskräfte vorerst ein. Das baltische EU-Land ist seit vier Jahren im Irak militärisch präsent. Nach der Tötung des iranischen Top-Generals Soleimani in Bagdad hatte das irakische Parlament den Abzug aller ausländischen Soldaten aus dem Land gefordert.

    „Die lettischen Armeeangehörigen im Irak haben die Ausbildung der irakischen Sicherheitskräfte und die Trainings mit ihnen eingestellt“, teilte der Sprecher des lettischen Verteidigungsministeriums, Kaspars Galkins, am Montag mit. 

    Lettland hatte am 14. Januar 2016 Soldaten in den Irak geschickt. Der ursprünglich bis 1. Februar 2018 befristete Einsatz wurde dann um zwei Jahre verlängert.

    Truppenabzug gefordert

    Die USA hatten am 3. Januar den Kommandeur der iranischen Al-Quds-Brigaden, Qassem Soleimani durch einen Luftangriff nahe dem Flughafen Bagdad getötet. Der von US-Präsident Donald Trump persönlich befohlene Angriff sorgte für neue Spannungen im Nahen Osten.

    Im Iran und Irak nahmen Hunderttausende Menschen an Trauermärschen für den getöteten iranischen Top-General teil. Das irakische Parlament verabschiedete eine Resolution, in der es den Abzug aller ausländischen Truppen aus dem Land forderte. Der Iran stellte den USA eine Vergeltung in Aussicht und kündigte einen vollständigen Ausstieg aus dem internationalen Atomabkommen an.

    leo/ae

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    Tags:
    Qassem Soleimani, Iran, Ausbildung, Soldaten, Lettland, Irak