08:34 29 März 2020
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    Vor dem Hintergrund der sich verschärfenden Spannungen mit dem Iran und Irak wollen die Vereinigten Staaten Medienberichten zufolge 200 weitere Soldaten sowie sechs Langstreckenbomber des Typs B-52 in die Region entsenden. Die Bomber sollen dabei außerhalb der Reichweite iranischer Raketen stationiert werden.

    Wie das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf namentlich nicht genannte Vertreter des Verteidigungsministeriums berichtet, sollen 200 amerikanische Soldaten aus dem italienischen Vicenza in den Nahen Osten verlegt werden, um unter anderem für die Sicherheit der US-Botschaft in Beirut zu sorgen.  

    Darüber hinaus sollen in den nächsten Tagen B-52-Bomber entsandt werden. Nach Angaben des Senders CNN sollen die Bomber auf der Inselgruppe Diego Garcia untergebracht werden. Dieses britische Territorium im Indischen Ozean liege außerhalb der Reichweite der iranischen Raketen.

    Zuvor hatte bereits CNN unter Berufung auf einen Pentagon-Sprecher berichtet, dass die USA 3000 weitere Soldaten in den Nahen Osten entsenden. Damit würde die zahlenmäßige Stärke des gesamten US-Kontingents im Nahen Osten laut dem „Wall Street Journal“ auf mehr als 80.000 Mann steigen.  

    Eskalation im Nahen Osten

    Die USA hatten in der Nacht zum 3. Januar den Kommandeur der iranischen Al-Quds-Brigaden, Qassem Soleimani, durch einen Luftangriff nahe dem Flughafen Bagdad getötet. Die Vereinigten Staaten sehen den iranischen Top-General hinter dem Angriff auf die amerikanische Botschaft im Irak am 31. Dezember 2019.

    Der von US-Präsident Donald Trump persönlich befohlene Angriff auf irakischem Boden sorgte für neue Spannungen im Nahen Osten. Im Iran und Irak nahmen Hunderttausende Menschen an Trauermärschen für Soleimani teil. Das irakische Parlament verabschiedete eine Resolution, in der es den Abzug aller ausländischen Truppen aus dem Land forderte.

    Der Iran stellte den USA eine Vergeltung in Aussicht und kündigte einen vollständigen Ausstieg aus dem internationalen Atomabkommen an. US-Präsident Trump seinerseits drohte mit Angriffen auf 52 Ziele im Iran, wenn dieser Amerikaner angreifen sollte.

    leo/ae

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    Tags:
    Soldaten, Pentagon, Donald Trump, Qassem Soleimani, Nahost, B-52, Bomber, USA