10:25 18 Januar 2020
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    Massive Eskalation in Nahost nach Mord an Soleimani – Alle Entwicklungen (66)
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    Teheran zieht als Vergeltung für den US-Luftanschlag, bei dem der Chef der iranischen Spezialeinheit al Quds, General Qassem Soleimani, ums Leben kam, 13 „Racheszenarien“ in Betracht. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Fars an Dienstag unter Verweis auf den Sekretär des Obersten Sicherheitsrates Ali Schamchani.

    Selbst das schwächste Szenario solle ein „historischer Alptraum“ für Amerika sein, äußerte Schamchani.

    Irans Parlament stuft Pentagon und US-Armee als Terrororganisationen ein

    Zuvor hatte das iranische Parlament einstimmig ein Gesetz verabschiedet, das die US-Armee und das Pentagon Terrororganisationen gleichstellt. Im Dokument wurde unter anderem die Bereitstellung von 200 Millionen Euro für die Eliteeinheit „al-Quds“ von dem Fond der nationalen Entwicklung genehmigt.

    Der Kommandeur der Al-Quds-Spezialeinheit, General Qassem Soleimani, sowie der Gründer der „Kataib Hisbollah“, Abu Mahdi al-Muhandis, waren in der Nacht zum 3. Januar bei einer Operation der US-Truppen im Raum des internationalen Flughafens von Bagdad getötet worden. Die USA sahen in al-Muhandis einen der Initiatoren des Angriffs auf die US-Botschaft in Bagdad am 31. Dezember und warfen Soleimani vor, Attacken auf US-Bürger vorbereitet zu haben.

    Der Oberste Führer des Irans, Ajatollaj Ali Chamenei, schwor den Vereinigten Staaten Rache für den Tod von Soleimani.

    Irans Präsident, Hassan Rohani, bezeichnete Soleimanis Ermordung als „schwerstes Verbrechen“, das Teheran nie vergessen werde.

    Trumps Drohungen

    US-Präsident Donald Trump hatte dem Iran in der Nacht auf Sonntag „schnelle und starke“ Militärschläge gegen 52 Objekte, darunter auch Kulturstätten, in dem Nahost-Land angedroht, falls Amerikaner oder amerikanische Einrichtungen von der iranischen Armee angegriffen werden sollten. Die Anzahl von möglichen Zielen geht auf die Anzahl der US-Diplomaten zurück, die 1979 während der Islamischen Revolution in Teheran als Geisel genommen worden waren.

    Der Vorstoß beunruhigte eine Reihe von Politikern und Experten: Schläge gegen derartige Objekte würden gegen das Völkerrecht verstoßen, hieß es. Letztendlich musste US-Außenminister Mike Pompeo betonen, dass die Vereinigten Staaten entsprechend dem Gesetz handeln.

     

    Asch/ae

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    Tags:
    Al-Quds, Rache, Vergeltung, Ghassem Soleimani, Qassem Soleimani, Ermordung, Mord, USA, Iran