18:02 07 August 2020
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    Der russische Botschafter in Wien Dmitri Ljubinskij hat einen Artikel der „Kronen Zeitung“ kommentiert, die Moskau haltlos für den jüngsten Cyberangriff auf das österreichische Außenministerium verantwortlich gemacht hatte.

    Wie das Ministerium berichtete, habe der Hackerangriff in der Nacht auf Sonntag begonnen. Der Cyberangriff auf die IT-Systeme des Außenministeriums sei auch am Dreikönigstag noch nicht vorbei gewesen.

    Aufgrund der Schwere und der Art des Angriffs werde vermutet dass „ein staatlicher Akteur“ dahinterstecke, äußerte der Außenamtssprecher Peter Guschelbauer, der unter anderem auch gegenüber der Presse die Zeitung in Bezug darauf aufklärte, welche Gegenmaßnahmen getroffen worden seien. Die in Medien geäußerte Vermutung, dass es sich dabei um Russland handeln könnte, sei nicht bestätigt worden, zitierte die Nachrichtenagentur APA den Außenamtssprecher am Dienstag.

    Allerdings behauptete die „Kronen Zeitung“ sogar, eine mögliche heiße Spur führe im „Spionagekrimi“ derzeit nach Russland. Der russische Botschafter in Wien kritisierte diese Äußerung scharf:

    „Zum großen Bedauern scheint der Kronen Zeitung aus irgendeinem Grund alles bereits klar zu sein. Auf der Titelseite heißt es heute: ‚Spionageattacke: Spur nach Moskau‘. Dies bietet mehr als ein Paradebeispiel der Fake-News-Verbreitung. Ohne sich um irgendwelche Fakten zu bemühen oder sich zumindest die grundlegende Frage ‚Cui bono‘ zu stellen“, heißt es in einer Mitteilung, die auf dem Facebook-Account der Botschaft veröffentlicht wurde.

    Es bleibe zu hoffen, dass die „angesehene Zeitung“ ihre Widerlegung auch im Großdruck auf der Titelseite veröffentlichen wird, schrieb der Botschafter.

    asch/ae

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    Dmitri Ljubinski, Hackerattacken, Cyberattacken, Cyberangriff, Hackerangriff, Außenministerium, Außenministerium, Österreich