18:15 25 Januar 2020
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    Die Nato zieht einen Teil ihrer Soldaten aus dem Irak ab. Das bestätigte am Dienstag ein Sprecher des Militärbündnisses der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel. Derzeit sind dort 500 Ausbilder stationiert.

    Zunächst hatte der „Spiegel” darüber berichtet. Ein Teil der 500 Soldaten, die derzeit unter Nato-Kommando im Irak Sicherheitskräfte ausbilden, werde aus dem Land abgezogen.

    Es handelt sich allerdings um eine zeitweilige Maßnahme, wie die Nachrichtenagentur AFP erfuhr. 

    „Die Sicherheit unseres Personals ist von größter Wichtigkeit”, zitiert der „Spiegel” einen Nato-Mitarbeiter. Deshalb habe man sich zu einer „vorübergehenden Verlegung eines Teils des Personals an unterschiedliche Orte sowohl innerhalb als auch außerhalb des Iraks” entschieden. Die Nato werde ihre Präsenz in dem Land aber beibehalten.

    Angesichts der aktuellen Lage in der Region hatte die Nato bereits am Wochenende entschieden, die tägliche Ausbildungsarbeit zunächst auszusetzen. Die Mission laufe aber grundsätzlich weiter, hatte ein Sprecher betont.

    Bundeswehr-Teilabzug aus Irak

    Nach der Forderung des irakischen Parlaments nach einem Abzug aller ausländischen Truppen will die Bundeswehr vorläufig einen Teil ihres Kontingents aus dem Irak nach Jordanien und Kuwait verlegen. Das teilte die „Tagesschau“ am Dienstag unter Verweis auf das deutsche Verteidigungs- und Außenministerium mit.

    Wie aus einem Schreiben der Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und des Außenministers Heiko Maas vom Montagabend an den Bundestag, das dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt, folgt, solle das deutsche Kontingent im Irak „vorrübergehend ausgedünnt“ werden. 

    Es ist also keine endgültige Verlegung aus dem Irak.

    Ermordung von General Soleimani

    Bei einer Operation des Pentagons in der Nacht vom Donnerstag zum Freitag im Raum des internationalen Flughafens von Bagdad war der Kommandeur der Al-Quds-Spezialeinheit, General Qassem Soleimani, getötet worden. Daraufhin hatte die Führung in Teheran Rache für den Tod von Soleimani geschworen. US-Präsident Donald Trump hatte dem Iran in der Nacht auf Sonntag dagegen „schnelle und starke“ Militärschläge gegen 52 Objekte, darunter auch Kulturstätten, in dem Nahost-Land angedroht, falls Amerikaner oder amerikanische Einrichtungen von der iranischen Armee angegriffen werden sollten.

    Am Samstag fand im Irak die Abschiednahme vom getöteten General statt. Der irakische Parlamentschef, Mohammed al-Halbousi, bezeichnete das Geschehene als groben Verstoß gegen die Souveränität des Iraks und gegen internationale Vereinbarungen.

    ta/gs

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    Tags:
    Qassem Soleimani, NATO, Irak