19:19 18 Januar 2020
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    Ivanka Trump hat auf der Technikmesse CES das duale Ausbildungssystem in Deutschland gelobt. Der Auftritt der Präsidententochter, die als „Beraterin des Weißen Hauses“ auftrat, war jedoch umstritten. Kritiker hatten zuvor in sozialen Netzwerken ihrem Ärger über die Einladung Luft gemacht.

    US-Präsidententochter Ivanka Trump hat die in Deutschland praktizierte betriebliche Ausbildung als Vorbild für eine notwendige Qualifizierung der Arbeitskräfte in den USA gelobt. Bei ihrem Auftritt am Dienstag auf der US-Technikmesse CES erinnerte Trump an einen Besuch im Siemens-Ausbildungszentrum in Berlin im April 2017. Die Ausbildung dort gelte als „Goldstandard“.

    „Das sind wahnsinnig erfolgreiche Programme“, sagte sie.

    Es sei allerdings nicht einfach, ein solches System in den USA einzuführen. „Das ist nicht Teil der amerikanischen DNA außerhalb der Fertigkeitsberufe. Aber wir wollen das ändern und die Wirtschaft will das ändern.“

    In dem Gespräch von Ivanka Trump mit dem Chef des Messeveranstalters CTA, Gary Shapiro, sollte es eigentlich um die Zukunft der Arbeit in einem digitalisierten Umfeld gehen. Die Tochter von US-Präsident Donald Trump verbrachte allerdings die meiste Zeit damit, die Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik ihres Vaters anzupreisen.

    Am Rande ging sie dann auch auf die Herausforderungen im Arbeitsmarkt durch die technischen Veränderungen ein:

    Die Verantwortlichen müssen darüber nachdenken, in ihre derzeitige Belegschaft zu investieren, damit sie diese Menschen in die Lage versetzen können, ihre Arbeit morgen mit neuartigen Geräten zu erledigen.“

    Kritik an Einladung Trumps

    Ivanka Trump setzte sich bei ihrem CES-Auftritt auch für eine Reform des Einwanderungsrechtes in den USA ein. Es sei nicht sinnvoll, Menschen aus dem Ausland an den amerikanischen Universitäten auszubilden und sie dann des Landes zu verweisen, wenn sie in der Lage seien, Betriebe zu gründen und Arbeitsplätze zu schaffen.

    Der Termin mit Ivanka Trump, die als „Beraterin des Weißen Hauses“ auftritt, hatte zuvor Debatten ausgelöst. So kritisierte die bekannte Branchenanalystin Carolina Milanesi, in der Industrie gebe es viele Frauen, die viel besser qualifiziert seien, über die Veränderungen der Arbeitswelt durch Technologie zu sprechen. Kritiker des US-Präsidenten und seiner Tochter hatten zuvor in sozialen Netzwerken mit dem Hashtag #boycottces ihren Ärger über die Einladung geäußert. Im Vortragssaal der Technikmesse gab es aber weder Pfiffe noch andere Unmutsbekundungen. Der Auftritt der 38 Jahre alten Unternehmerin aus New York wurde von den Zuhörern mit freundlichem Beifall bedacht.

    leo/ae/dpa

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    Tags:
    Industrie, Kritik, Lob, Bildung, Ivanka Trump, Deutschland