05:38 24 Januar 2020
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    Der iranische Fernsehsender „Press TV“ hat ein Video ausgestrahlt, in dem der Raketenangriff auf den irakischen Militärstützpunkt der USA in Ain al-Asad zu sehen ist.

    „In dem Video sieht man, wie der Iran als Reaktion auf die Ermordung von General Qassem Soleimani Raketen auf amerikanische Militärstützpunkte abfeuert“, heißt es in der Videobeschreibung. Am oberen rechten Rand des Videos stehen auf Farsi die Worte „harte Vergeltung” geschrieben.

    In der Nacht zu Mittwoch sind auf den irakischen Militärstützpunkt Ain al-Asad, auf dem US-Truppen stationiert sind, mehrere Raketen abgefeuert worden. Die iranische Revolutionsgarde hat sich zu dem Angriff bekannt.

    Einigen Medienberichten zufolge ist nicht eine, sondern sind mindestens zwei US-Militärbasen im Irak attackiert worden. Der zweite Militärstützpunkt, der offenbar ebenfalls mit Raketen beschossen worden sein soll, liegt bei der nördlichen Stadt Erbil.

    Bei dem Angriff auf US-Ziele im Irak sind laut dem iranischen Fernsehsender „Press TV“ 80 Menschen ums Leben gekommen. Die Agentur Reuters hat unter Verweis auf das iranische Staatsfernsehen gemeldet, Hubschrauber und militärische Ausrüstung des US-Militärs seien schwer beschädigt worden. Das iranische Fernsehen berichtet auch von getöteten „amerikanischen Terroristen“.

    „Harte Vergeltung“

    Irans geistliches Oberhaupt, Ajatollah Ali Chamenei, nahm zu den Angriffen auf US-Militärstützpunkte Stellung und bezeichnete sie als eine „Ohrfeige“ für die USA. Unter anderem betonte er, dass der Beschuss erfolgreich gewesen sei. Das reiche aber nicht – das ausländische Militär soll die Region verlassen.

    Auch der iranische Verteidigungsminister, Amir Khatami, meldete sich zu Wort und schloss weitere Maßnahmen gegen die USA nicht aus. Die nächste Antwort werde proportional zum US-Verhalten sein, erklärte der Verteidigungsminister. Khatami unterstrich, dass Teheran Washington bereits eine derbe Lehre erteilt habe.

    Bei einer militärischen Operation des Pentagons in der Nacht vom Donnerstag zum Freitag im Raum des internationalen Flughafens von Bagdad war der Kommandeur der Al-Quds-Spezialeinheit, General Qassem Soleimani, ermordet worden. Daraufhin hatte die Führung in Teheran geschworen, Soleimanis Tod zu rächen, und eine „Vergeltungsoperation“ angekündigt.

    mka/gs

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